Tänzerische Vielfalt des Orients

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Der orientalische Tanz besticht mit farbenfrohen Bildern, er strahlt viel Lebensfreude aus. „Alegria“ heißt daher auch eine große Show, die am Samstag, 9. Mai, ab 19 Uhr in der RWE-Halle zu sehen sein wird. Tanzlehrerin Mona Okon bringt mit Schülerinnen und Gästen dann nicht nur klassischen Bauchtanz und ägyptische Folklore aufs Parkett, gezeigt werden auch spanisch-arabischer und persischer Tanz, Bollywood, Dabke, Tribal Dance Style & Tribal Fusion sowie einige moderne orientalische Tänze.

„Ich habe 32 Choreographien für diesen Gala-Abend geschrieben, um einmal zu zeigen, wie vielfältig die Musik und die Tänze des Orients sind“, berichtet Mona Okon. Vor genau 20 Jahren startete die Mülheimerin, die selber immer schon getanzt hatte (Standard, Latein, Flamenco, Orientalischer Tanz) ihre Tanzlehrerkarriere in einem Fitness-Studio an der Mellinghofer Straße – mit einen Bauchtanz-Kurs für zwölf Frauen. „Der kam so gut an, dass ich weitere Kurse einrichten musste und im ersten Jahr insgesamt fast 100 Teilnehmerinnen begrüßen konnte“, erinnert sie sich. 1998 wagte sie es, ihren Job als Controllerin aufzugeben und sich mit einem Tanzstudio selbstständig zu machen. Seit 2011 lehrt sie auf 280 Quadratmetern an der Schultenhofstraße verschiedene Varianten des orientalischen Tanzes. „In den 20 Jahren haben bestimmt an die 1500 Frauen in meinen Kursen und Workshops mitgemacht“, schätzt Mona Okon, mittlerweile beschäftigt sie vier Co-Trainerinnen, die sie selber ausgebildet hat. „Der Bauchtanz ist einer der schwierigsten Tänze der Welt. Man muss viele Isolationstechniken aufbauen, filigrane Bewegungen mit jedem Körperteil einstudieren - von den Fingern bis zur Fußspitze. Viele deutsche Frauen müssen vor allem erstmal lernen, das Becken richtig zu bewegen, es ist bei ihnen oft sehr steif“, weiß die Expertin. Dennoch: Erlernen könne den orientalischen Tanz jede Frau in jedem Alter. Ihre jüngste Schülerin ist 14, ihre älteste über 72 Jahre alt.

Eine „niveauvolle Orientshow auf traumhaft schöner Bühne im ägyptischen Ambiente“ wollen ihre Ensembles, die monatelang für den Auftritt geprobt haben, sowie die Tänzer Shir-o-Shakar, Mojgan Azarmi und Pierre Moussa den Zuschauern bieten. Unterstützt werden sie dabei auch von Live-Trommler Samir Shokry.

Vor der Gala am Abend gibt es aber schon nachmittags einzelne Tanzdarbietungen in der RWE-Halle zu bewundern. Ab 14.30 Uhr kann man dort auch über einen orientalischen Basar schlendern, auf dem unter anderem Tanzkleider und Tanzzubehör sowie orientalische Deko angeboten werden. Die Besucher sollen zudem mit Spezialitäten der ägyptischen Küche verwöhnt werden.