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SWB baut in Dümpten neu

12.01.2016 | 20:00 Uhr
SWB baut in Dümpten neu
Die Wohnungen an der Schaaphausstraße werden für eine neue Wohnbebauung abgerissen.

Mülheim.  40 Wohnungen an der Schaaphausstraße werden abgerissen. Entstehen sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit 25 Mietwohnungen und zehn Einfamilienhäuser zum Kauf.

Neu gebaut hat die SWB schon lange nicht mehr. In diesem Jahr startet sie erstmals nach 15 Jahren ein Neubauprojekt: In Dümpten reißt sie an der Schaaphausstraße Gebäude der 50er-Jahre mit 40 Wohnungen ab und errichtet dort zwei Mehrfamilienhäuser mit 25 Mietwohnungen und zehn Einfamilienhäuser zum Kauf. Die Investitionskosten liegen bei rund acht Millionen Euro. Dass die Service- Wohnungsvermietungs- und baugesellschaft (SWB) als Bauherrin für Eigenheime auftritt, ist ein Novum. Es passt ins Konzept der Quartiersentwicklung, „die wir unter sozialen Aspekten durchführen“, erklärt Ulf Lennermann, SWB-Geschäftsführer. So sollen die Siedlungen der SWB bezahlbare Wohnungen für Senioren, Familien und junge Menschen bieten.

Seit Jahren saniert die Gesellschaft ihren Bestand. Es ist nicht so, „dass jede Siedlung aus den 60er-Jahren abgerissen wird“, betont Ulf Lennermann. Alle Häuser würden genau geprüft, ob sie sanierungsfähig sind. Die Gebäude aus den 50er-Jahren an der Schaap-hausstraße haben aber so viele Defizite, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich wäre. Sie sind ungedämmt, nicht barrierefrei und mit alten Bädern ausgestattet.

Betroffen sind etwa 75 Mieter, mit denen Gespräche über einen Umzug geführt werden. „Wir bieten jedem Mieter eine Alternative an und übernehmen bei einem Umzug innerhalb der SWB die Kosten“, so Lennermann. 25 der 40 Wohnungen sind „normal“ vermietet, 13 an die Stadt. In ihnen sind Flüchtlinge untergebracht. Auch sie sollen in andere Wohnungen der SWB ziehen. Ein Rückzug der Mieter in die Neubauten ist unwahrscheinlich, angesichts der Mieten. Mindestens 8,50 Euro kalt pro Quadratmeter sollen die zwischen 60 und 95 Quadratmeter großen Neubauwohnungen kosten. „Für fünf Euro Kaltmiete sind Neubauwohnungen nicht zu haben“, so Lennermann. Die Eigenheime mit Garten und einer Wohnfläche um die 140 Quadratmeter kosten um die 300.000 Euro. Die Abrissarbeiten sollen im Herbst beginnen, die neuen Häuser Ende 2017, Anfang 2018 fertig sein.

Neben dem Neubauprojekt konzentriert sich die SWB weiter auf die Modernisierung der Bestandswohnungen. Die Sanierung von über 200 Wohnungen, so etwa in Dümpten und Heißen, soll im Herbst abgeschlossen sein. 40 Nachbarschaftstreffs sollen intensiviert werden. Mit Blick auf die Eröffnung der Hochschule will man das Angebot von günstigem Wohnraum für Studenten und Azubis ausbauen. 450 Vermietungen zu Sonderkonditionen gibt es derzeit. Auch der Wohnraum für Flüchtlinge wird Thema bleiben. Allerdings spricht Ulf Lennermann von einer „mittelfristigen Perspektive“, die notwendig sei. Es würde derzeit viel von einem Bedarf nach Neubauten gesprochen. Wie hoch der aber ist, sei noch völlig unklar.

Rosali Kurtzbach

Kommentare
13.01.2016
10:32
Eine Rechenexempel..
von DerPinscher62 | #3

Durch den Verkauf von 10 Einfamilenhäusern werden sich wahrscheinlich die gesamten Baukosten finanzieren lassen und mit den 8,50 Euro Klatmiete pro qm...
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2 Antworten
SWB baut in Dümpten neu
von essener1977 | #3-1

Also lt. deren Homepage bedeutet SWB:

Service- Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH

da kann ich nichts von sozialem Wohnungsbau erkennen...?

Wir wären froh wenn unsere Wohnungsgesellschaft hier in Essen auch mal ein paar alte Gebäude durch neue ersetzten würde. Wir wohnen selbst in einer alten Wohnung in welcher sich eine Sanierung auch kaum lohnen würde (innenliegendes Bad, ungünstige Raumschnitte...).

Bei Umbaukosten von 8 Mio. und den 10 Häusern a 300.000€ fehlen für den von dir genannten "dicken Gewinn" aber noch 5 Mio. €...




Der SWB
von DerPinscher62 | #3-2

hat sich vor einigen Jahren umbenannt. Gegründet aber als Sozialer Wohnungsbau.
Ansonsten ist für mich nicht nachvollziehbar wie Sie auf "Umbaukosten" von 8 Mio. kommen - zumindestens geht dieses nicht aus dem orbrigen Artikel hervor.
Die in den 50er Jahren vorherrschenden Raumschnitte waren nicht ungünstig - sie waren den herrschenden Verhältnissen angepasst. Zumal die meisten Menschen froh waren ein Dach über dem Kopf zu haben. Wenn es heute unbedingt für ein zwei Personen Haushalt 100qm² sein müssen ist das nicht nur Verschwendung sondern auch umweltfeindlich. Zudem darf man sich dann auch nicht über hohe Nebenkosten wundern.

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http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/swb-reiss-ab-und-baut-in-duempten-neu-id11457779.html
2016-01-12 20:00
Mülheim