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Sturm bremst Kleinkunst aus

27.07.2015 | 06:00 Uhr
Sturm bremst Kleinkunst aus
Feuerspiele:Foto: Michael Dahlke

Mülheim.   Die Veranstaltungen des Festivals „Stage 2“, die für Samstag auf der Mülheimer Freilichtbühne geplant waren, werden nachgeholt.

Gegen das Sturmtief „Zeljko“ kam selbst das erfinderische Team von Regler Produktion nicht an: Ihr viertägiges Kleinkunst-Festival „Stage 2“ musste am Samstagabend eine Runde aussetzen – „Sicherheit geht vor“ hieß es schon am Nachmittag auf Facebook. Der Abend mit La Signora und Wildes Holz wird jedoch nachgeholt (siehe unten im Info-Kasten).

Positive Bilanz des Festivals

Der verregnete Samstag kann die positive Bilanz des Festivals aber nicht trüben: „Die Qualität der internationalen Künstler und der Zuspruch des Publikums stimmten“, fasst Gert Rudolph vom Mitveranstalter Art Obscura zusammen, der das Programm für alle vier Abende zusammenstellte.

Gut besucht war die veranstaltung. Foto: Michael Dahlke

Die als Experiment im vergangenen Jahr begonnene Reihe soll fortgesetzt werden. „Es gibt in der Stadt einen Platz und eine Nachfrage für diese besondere, interaktive Art von Straßenkunst, die den Menschen räumlich und emotional nah ist.“ Gut 800 Besucher sahen am Donnerstag diese Mischung aus Musik, Artistik und Komik. Der Freitag war mit etwa 400 Leuten zwar nicht so stark besetzt, „die Stimmung war aber gut – die Leute schunkelten zu Bella Mare, die Seemannslieder mit einem Augenzwinkern spielt.“ Das Odyssee-Konzert am Ringlokschuppen lief zudem parallel, „beide Veranstaltungen ziehen ein ähnliches Publikum an“, vermutet Rudolph.

Lokales
La Signora und Wildes Holz holen Konzert nach

Das wegen der Sturmwarnung ausgefallene Konzert mit La Signora und Wildes Holz wird an der Freilichtbühne am Donnerstag, 27. August, um 19.30 Uhr nachgeholt . Infos: www.stagefestival.de und www.facebook.com/FreilichtbuehneMuelheimRuhrReglerProduktion

Für das Festival „Stage 2“ kooperieren die Regler Produktion, der Verein Art Obscura und der Kulturbetrieb der Stadt.

Das nunmehr zweite Festival dieser Art wächst nicht nur in der Wahrnehmung der Besucher, „der WDR hat über uns berichtet. Und auch das Fachpublikum – zum Beispiel vom renommierten Moerser Comedy Arts Festival – kam vorbei, um unsere Künstler zu sehen“, stellt Rudolph fest. „The Bombastics“, die am Donnerstag auftraten, seien noch vor drei Jahren als Geheimtipp in Mülheim gehandelt worden. Gut kam offenbar auch ein neues Element des Festivals an: Im Rosengarten hatte die Mülheimer Lichtkünstlerin Kirsten Uecker eine Installation aufgestellt. In Liegestühlen und zu Cocktails ließen viele Besucher ab 22 Uhr dort den Abend atmosphärisch ausklingen. Wer übrigens keine Chance hatte, die Lichtkunst zu sehen – sie wurde wegen der Sturmwarnung eher abgebaut – kann dies am 1. August bei der Broicher Schlossnacht nachholen.

Besucher zeigen sich spendenfreudig

Am freiwilligen Eintritt bzw. am Konzept mit dem kreisenden Hut will man festhalten. „Es hat sich bewährt. Viele Besucher sind spendenfreudig, so dass die Künstler bisher mit den Gagen zufrieden sind, das ist schön zu sehen“, meint Rudolph. Zudem unterstützten RWW, Mölmsch und Sparkasse das Festival. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Wenn ein Abend so wie am Samstag ins Wasser fällt, geht das auf den Deckel der Künstler, die Zeit und Aufwand investiert haben. Rudolph: „Es wäre ideal, wenn wir auch in solchen Fällen eine Mindestgage zahlen könnten.“

> Hier geht es zur Fotostrecke vom Kleinkunst-Festival

Dennis Vollmer

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2015-07-27 06:00
Mülheim, Kultur, Stage 2, Kleinkunst
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