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Politik uneins über den Zeitplan für die Ausschreibung

Streit um den Chefsessel im Museum

07.09.2008 | 16:04 Uhr

Die Politik streitet über die Wiederbesetzung des Chefsessels im Kunstmuseum Alte Post.

Nach dem Schattenboxen um Konzepte und Zukunft des Kunstmuseums im Kulturausschuss am vergangenen Freitag (WAZ berichtete) ging es im nicht öffentlichen Teil offenbar richtig in den Ring. Streitpunkt: Die sofortige Wiederbesetzung der Museumsleitung.

Kulturdezernent Peter Vermeulen hatte sich in seiner Tischvorlage dafür eingesetzt, dass die Besetzungssperre von einem halben Jahr aufgehoben wird und dass, wenn Museumsleiterin Beate Ermacora im Januar geht, die Stelle ab dem 1. Februar 2009 „unverzüglich nachbesetzt” wird.

Während SPD und Grüne dahin tendieren, die Stelle zunächst nicht, sondern erst nach einem Konzept, über das eine Arbeitsgruppe noch beraten muss, profilscharf auszuschreiben, spricht sich die CDU für eine sofortige Wiederbesetzung aus. „Wir kämpfen dafür, dass die Stelle sofort ausgeschrieben wird”, betont Johannes Brands (CDU), Vorsitzender des Kulturausschusses. In diese Richtung geht wohl auch die FDP.

Thomas Behrendt (Grüne) macht darauf aufmerksam, dass es bereits einen Beschluss gebe: Den Auftrag an die Arbeitsgruppe, eine Konzeption zu erarbeiten, und auf dieser Basis die Stelle neu auszuschreiben. Die nächste Ratssitzung ist am kommenden Donnerstag. Ob sich die Parteien bis dahin einigen oder vielleicht Antrag einbringen, ist fraglich.

Margitta Ulbricht

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