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Verkehr

Stoßstange an Stoßstange

16.07.2012 | 18:39 Uhr
Der Verkehr wird von der A 40 in Heißen über die Velauer Straße geleitet.Foto: Stephan Glagla

Mülheim. Viele Mülheimer Bürger müssen schon einiges mitmachen, wenn sie in diesen Tagen mit dem Auto zu ihrem Arbeitsplatz fahren, einkaufen, Angehörige, Freunde und Bekannte besuchen wollen. Erst wird „ihre“ A 40 zwischen Heißen und Autobahnkreuz Kaiserberg gesperrt. Und dann müssen sie auch noch Umleitungen fahren, sich durch allzu enge Straßen quälen, immer wieder im Stau stehen.

Besonders kritisch ist die Situation seit dem Wochenende am Beginn und am Ende der Baustelle auf der A 40, in der Umgebung der Abfahrt Heißen und des Autobahnkreuzes Kaiserberg . Hier heißt es Zeit mitbringen und sich in Geduld üben.

Diese Geduld bringen die allermeisten Verkehrsteilnehmer auch auf: Schon vor der Autobahnausfahrt Heißen stehen die Autofahrer mit ihren Pkw zeitweise über mehrere hundert Meter Schlange, Stoßstange an Stoßstange, bis die Ampel an der Einmündung zur Velauer Straße/Landesstraße 132 von Rot auf Grün umspringt.

Viele Ortsfremde

Doch auch danach geht es an der Kreuzung nur schleppend weiter, die Velauer Straße entlang. Auch hier stehen die Kraftfahrer zumindest im Berufsverkehr schon mal fünf bis zehn Minuten im Stau. Denn die nächste Ampel folgt verlässlich bereits nach rund 300 Metern. Und weitere folgen. Folge: Der Verkehr kann nicht vernünftig, nicht schnell genug abfließen. Bis an die Stadtgrenze zu Essen, dort, wo der Ortsteil Haarzopf beginnt, bewegt sich der Verkehr nur äußerst zähflüssig – wenn er sich denn bewegt.

Die A40-Sperrung in Essen 2012

Eine Ursache: Wer genau hinschaut, sieht, dass ungewöhnlich viele ortsfremde Fahrer die Umleitung über der Velauer Straße nutzen. Sicher ist auch: Die Landesstraße wird deutlich höher frequentiert als vor Einrichtung der Baustelle.

Ein paar Minuten mehr mitbringen

Das gleiche Bild ganz im Westen Mülheims, im Umfeld des Autobahnkreuzes Kaiserberg: Auf der Weseler und der Ruhrorter Straße, vorbei am Hafen und dem großen Gewerbegebiet, sind nicht nur besonders viele Lkw unterwegs. Auch mehr Pkw als sonst schieben sich zäh durch die Durchgangsstraße. Unter den Autofahrern auch hier wieder viele Ortsfremde aus dem ganzen Ruhrgebiet und vom Niederrhein, mehr als sonst.

A40 Sperrung - fast staufrei

Sie alle fahren zielstrebig, aber langsamer als sonst zur Auffahrt Kaiserberg. Da muss man schon ein paar Minuten mehr mitbringen. Unmittelbar vor der Auffahrt, hinter dem Raffelberg: Staus, mehrere hundert Meter lang. Ab Kaiserberg ist die A 40 in Richtung Venlo dann endlich wieder frei.

Mangelhafte Beschilderung

Glücklicherweise gibt es am Hafen und im Gewerbegebiet naturgemäß so gut wie keine Anwohner, die unter dem erhöhten Verkehrsaufkommen leiden. Anders sieht es da schon am Verkehrs-Brennpunkt im Mülheimer Osten aus. Zwar beginnt die Wohnbebauung auf der Velauer Straße erst ein paar hundert Meter weiter, etwa in Höhe der Gaststätte „Stich“. Aber kleinere Staus – mehr als sonst - gibt es auch weiter südlich, ein paar hundert Meter vor der Stadtgrenze zu Essen. Hier stehen beiderseits der Fahrbahn Wohnhäuser.

Sperrung der A40
Die Ruhrgebietsader ist nach drei Monaten wieder frei.

Drei Brücken mussten saniert, ein Tunnel nachgerüstet, auf gut zehn Kilometern Autobahn Flüsterasphalt auf- und Lärmschutzwände angebracht werden. Jetzt läuft der Verkehr wieder.

Auch im Bereich Haarzopf, auf der Hatzper Straße, setzt sich der Stau fort, hier aber schon mehr als zähflüssiger Verkehr. Kein Wunder also, dass auf beiden Seiten der Straße fast keine Fußgänger und Radfahrer anzutreffen sind, anders als sonst. Dazu kommt die schlechte Witterung: Bei diesem Wetter schicken viele nicht einmal ihren Hund auf die Straße.

Die Ausschilderung, sowohl im Westen als auch im Osten, macht die Lage nicht einfacher. Die wenigen Schilder, die die Beamten von straßen.nrw auf der Umleitungsstrecke aufgestellt haben, sind obendrein viel zu unauffällig. Da muss der Autofahrer schon genau hinschauen. Und wer die Umleitung durch Heißen und Haarzopf endlich geschafft hat, landet in der nächsten Baustelle, gleich an der Auffahrt Haarzopf zur A 52.

Martin Krampitz



Kommentare
19.07.2012
10:08
Stoßstange an Stoßstange
von drberger | #2

Wärend es die Stadt Essen überraschenderweise geschafft hat die Verkehrssituation halbwegs zu entschärfen und dort der Verkehr läuft, hat, wie häte man es in Mülheim auch anders erwartet, die Stadt alles aber auch alles getan Autofahrer zu stoppen.
Stillstand rund um Heißen, ausgerechnet jetzt zur A40 Sperrung Richtung DU muß man unbedingt den Kreisverkehr schaffen.
Wieder mal so eine blödsinnige Idee, genauso wie die Kreuzungsfreie Zufahrt zur Nordbrücke durch idiotischen Kreuzungsneubau zu behindern und das Geld, Mülheim hat es ja, mit vollen Händen zum Fenster rauszuwerfen.
Die Verantwortlichen dieser Stadt tun aus idiologischen Gründen alles um Autfahren hier so unattraktiv wie möglich zu gestalten.
Kein Wunder das Mülheims Innenstadt TOT ist, auch ich fahre freiwillig lieber in andere Städte.

17.07.2012
16:03
Stoßstange an Stoßstange
von wohlzufrieden | #1

Stillstand passt doch zu Mülheim. Was könnte man noch machen? Ach ja, den Flughafen schließen....Ironie aus.

1 Antwort
Stoßstange an Stoßstange
von niedrigniveauindikator | #1-1

dem wurde ein riegel vorgeschoben und was soll ich sagen, ich grins mir einen :-)

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