Stimmungsvolles Ambiente für beliebte Events

Broich..  Das Mittelalter boomt – zum Glück für die Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST), die 2002 durch den Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages die Vermarktungsmöglichkeit für das Schloß Broich erhielt. MST-Prokuristin Heike Blaeser-Metzger hört immer wieder, dass Veranstalter wie auch Besucher das außergewöhnliche Ambiente des Schlosses, in ältesten Teilen ein spätkarolingisches Baudenkmal aus dem 9. Jahrhundert, schätzen. „Die Menschen hinter der CS History & Event UG zum Beispiel, die das Pfingstspektakulum und die Schloßweihnacht veranstalten, lieben unser Schloss heiß und innig“, so Blaeser-Metzger, „weil hier einfach alles stimmt“.

Überregionale Bekanntheit

Im Gegensatz zu anderen Burgen liege das Mülheimer Schloss zentral, sei gut erreichbar und die Atmosphäre sei toll. Auch aus diesen Gründen kämen die meisten Beschicker, echte Profis, jedes Jahr gerne wieder nach Mülheim.

Das darauf folgende Wochenend-Event innerhalb der mittelalterlichen Ringmauer, ebenfalls mit überregionaler Anziehungskraft vor allem für „Gothic“-Fans, ist das 16. „Castle Rock“-Festival am 3. und 4. Juli. Top-Act ist in diesem Jahr Joachim Witt. „Er ist Urbegründer der Neuen Deutschen Härte“, so Michael Bohnes vom städtischen Kulturbetrieb, der Castle-Rock und auch das „Burgfolk“-Festival für Mittelalter- und Folk-Musik-Fans ausrichtet, in diesem Jahr am 14. und 15. August. An diesem Wochenende fühlen sich etliche Mülheimer in andere Zeiten und Welten versetzt, wenn historisch oder fantasievoll schwarz gewandete Musikfans das Stadtbild bereichern. Beide Festivals, für die je rund 1800 Karten verkauft werden, sind ein einzigartiges Zusammenspiel zwischen Ort, Musik und Publikum – es entsteht ein äußerst stimmungsvolles und harmonisches Miteinander. Die Bands kommen gerne. „Alex Wesselsky, Sänger der Band Eisbrecher, hat mal zu mir gesagt ,Mein Gott, ist das klasse hier, so gut waren wir noch nie untergebracht’“, erinnert sich Michael Bohnes.

In der integrativen „Broicher Schloßnacht“ am Samstag, 1. August, die die MST in Kooperation mit dem Mülheimer Verein Art Obscura bereits zum siebten Mal veranstaltet, lassen sich Groß und Klein verzaubern – wie auch beim Weltkindertag am Sonntag, 20. September, der traditionell im Schlosshof und im Müga-Park stattfindet.

Der geschlossene Burghof ist überschaubar, schafft Geborgenheit und verleiht den Besuchern ein Gefühl, an einem besonderen Ort zu sein. Vielleicht macht das den Reiz und die besondere Attraktivität aus, so Blaeser-Metzger. Das spürt man auch bei der „Ruhrbühne“, in diesem Jahr am 7. und 8. August. An drei Tagen wird eine Mischung aus Pop und Rock mit lokalen, nationalen und internationalen Musikern geboten. Highlights in diesem Jahr werden „Alphaville“ und „Die Lords“ sein.

Aber das Schloss dient nicht nur großen Spektakeln als Bühne. Auch für Trauungen und andere private Feiern bieten die repräsentativen, aufwändig renovierten Räumlichkeiten den passenden Rahmen. „Wir sind bei Buchungen völlig flexibel, vermieten die Räume einzeln oder zusammen – Rittersaal, Wappenzimmer, Kaminzimmer oder Tecklenburger Kammern mit Gewölbe – abhängig davon, wie groß gefeiert werden soll, auf Wunsch mit oder ohne Catering.“

Dem Mülheimer Geschichtsverein bietet das Hochschloss für sein „Historisches Museum im Schloß Broich“ eine ideale Heimat. Hier stellen die aktiven Vereinsmitglieder rund 300 Grabungsfunde aus, die den Besuchern einen spannenden Einblick in die 1100-jährige Geschichte Mülheims bieten (www.geschichtsverein-mh.de).