Das aktuelle Wetter Mülheim 9°C
Sportstätten

Stillstand am Schildberg

20.05.2012 | 18:05 Uhr
Stillstand am Schildberg
Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool

Auf dem Sportplatz am Schildberg herrscht zurzeit Stillstand. Eigentlich sollte die Sanierung der Anlage und der Umbau vom Asche- zum Kunstrasenplatz spätestens in diesem Monat abgeschlossen sein. Doch aktuell geht auf der Heimstätte des Dümptener Turnvereins gar nichts. Schuld daran ist der Wasserabfluss.

Seit etwa acht Wochen erinnert die Anlage am Schildberg mehr an Brachland als an einen Fußballplatz. Die alte Ascheschicht ist bereits abgetragen worden, seitdem gibt es einen Baustopp. Den Grund erklärt Michael Knospe vom Mülheimer Immobilienservice: „Bei den Bauarbeiten wurde festgestellt, dass der Boden verdichtet ist. Das Regenwasser kann nicht versickern und der Platz würde bei Regenfällen überflutet werden.“

Also musste ein Ersatzplan her. Den haben nun Architekten erarbeitet. Der Platz benötigt ein Abflusssystem. Der Plan sieht vor, dass das Wasser über ein Kanalsystem abgeleitet wird und durch ein Tal in einen Bach geleitet wird – also runter vom Schildberg. Denn der Fußballplatz steht auf einer Anhöhe. Jetzt liegt der Antrag auf die Bauplanänderung bei der Unteren Wasserbehörde. Wenn diese einverstanden damit ist, darf die Anlage in Dümpten weiter saniert werden.

Nicht wirklich begeistert von der Verzögerung ist verständlicherweise der Dümptener Turnverein. „Ich bin kein Freund davon gleich los zu schreien“, sagt der Vorsitzende Ingo Fieg“, aber wir sind natürlich schon etwas enttäuscht.“ Immerhin müssen 14 Fußball-Mannschaften aktuell auf andere Plätze ausweichen und es kann deshalb nur eingeschränkt trainiert werden – richtige Heimspiele sind ja ohnehin ausgeschlossen. Fieg: „Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, warum das so lange dauert. Wir hoffen aber, dass bald wieder gebaut werden kann.“

Wann das sein wird, weiß keiner so genau. Doch Matthias Knospe und auch Martina Ellerwald vom Mülheimer Sport Service (MSS) schätzen, dass es wohl in zwei Wochen mit dem Bau weitergehen kann – solange die Wasserbehörde den Plänen der Architekten zustimmt. Eines weiß die Leiterin des MSS allerdings ganz sicher: „Die Kosten dürfen das vorher festgelegte Budget auf keinen Fall überschreiten. Wenn nötig muss das Geld dafür an anderer Stelle gespart werden.“

Robin Kunte



Kommentare
21.05.2012
11:03
Stillstand am Schildberg
von okapi | #1

Bei den Bauarbeiten wurde festgestellt, dass der Boden verdichtet ist. Das Regenwasser kann nicht versickern und der Platz würde bei Regenfällen überflutet werden.

Und dass war niemandem vorher bekannt?

1 Antwort
Stillstand am Schildberg
von suedjuergen | #1-1

das war sogar schon vor 30 jahren bekannt. wenn du am schildberg ein spiel hattest und in ob-klosterhardt ne wolke am himmel war, konntest du davon ausgehen das der schildberg unter wasser stand.

Aus dem Ressort
Kostengünstiges Theater
Kultur
162 Euro Zuschuss für eine Theaterkarte – zuviel? Mit der provokanten Frage nach hohen Subventionskosten für Schauspiel- und Opernhäuser im Lande hat der Bund der Steuerzahler eine streitbare Bühne aufgemacht.
Sanierung zieht sich hin
Grundschule
Gutachter entdeckten ungeahnte Mängel am Gebäude der GGS am Saarnberg. Die Sanierungszeit verlängert sich. Die Schüler müssen vermutlich bis Ostern im Ausweichquartier - dem Altbau des Broicher Gymnasiums an der Ritterstraße - bleiben. Nach ihrem Auszug könnte dort vielleicht eine Kita untergebracht...
Vermeulen nimmt erste Hürde
Politik
Der Kreisvorstand der Krefelder CDU schlägt den Mülheimer Bau- und Planungsdezernenten Peter Vermeulen einstimmig für die Oberbürgermeister-Kandidatur vor. Eine Delegiertenversammlung im Januar soll Vermeulen nominieren.
Mülheimer Stadtrandperle schließt zum Jahresende
Innenstadt
Die Angst vor der Großbaustelle ist ein Grund, warum Floristin Petra Neitzel ihr Geschäft an der Althofstraße aufgibt. Damit verliert die Innenstadt auf einen Schlag zwei „Stadtrandperlen“. Die verbleibenden Händlerinnen hingegen wünschen sich etwas mehr Gelassenheit.
Urnengräber werden eingeebnet
Ihr Tipp – unser Thema
Eine Witwe wartet seit dem April darauf, dass ein Urnenfeld auf dem Mülheimer Altstadtfriedhof eingesät wird. Das Grünflächenamt erinnert daran, dass sechs Monate gewartet werden müsse, bis sich die Erde wieder gesetzt hat.
Umfrage zur VHS
Eine der großen politischen Debatten im Herbst wird sich um die Zukunft der Volkshochschule drehen. Wie soll es mit der maroden VHS weitergehen?

Eine der großen politischen Debatten im Herbst wird sich um die Zukunft der Volkshochschule drehen. Wie soll es mit der maroden VHS weitergehen?

 
Fotos und Videos
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Ferientipps im Herbst
Bildgalerie
Herbstferien
Night for Masters
Bildgalerie
Voll auffe Omme