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Statistiker hängen an den alten Grenzen

24.01.2015 | 00:11 Uhr

Für die Mitarbeiter des Amts für Geodaten-Management, Vermessung, Kataster und Wohnbau-Förderung sowie für das Team des Referats für Stadtforschung und Statistik gibt es bei Stadtteilgrenzen übrigens aus rein beruflicher Sicht keinerlei Diskussionen: Jede Adresse kann ganz genau einem der neun offiziellen Stadtteile zugeordnet werden.

Keiner davon heißt Eppinghofen (oder Heimaterde oder Winkhausen oder Selbeck), doch für die Fachleute ist das irrelevant, sagt der Leiter des Amts für GeodatenManagement Matthias Lincke: „Für Statistiker ist die Welt geschlossen und darin ziehen sie ihre Vergleiche.“ Soll heißen: Die Stadtteile gibt es seit der Gebietsreform von 1972 in dieser Form, die Statistischen Bezirke sind nach der Volkszählung von 1956 so festgelegt worden. Seitdem haben die Statistiker Daten gesammelt in bis heute vergleichbaren Einheiten.

Der Vorstoß aus dem dortigen Stadtteil-Management, Eppinghofen zu einem eigenen Stadtteil zu machen, ist für die Vertreter des Amts und des Referat folgerichtig ein Grauen. „Da hängt ein riesen Rattenschwanz dran“, sagt Matthias Lincke. Die Stadtteile, die Bezirke seien historisch gewachsen und bewusst festgelegt. „Langzeitentwicklungen“ nennt der Amtsleiter das und betont: „Wir können die Grenzen nicht schneiden, wie wir gerade lustig sind.“ Sonst seien alle bisher gesammelten Daten „für die Katz’“, verlässliche Vergleiche würden unmöglich.

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Statistiker hängen an den alten Grenzen
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2015-01-24 00:11
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