Städtisches Fundbüro ist zentrale Sammelstelle

Foto: Herbert Höltgen

So exotische Fundstücke wie eine Beinprothese, die seit nahezu 20 Jahren als Highlight gehortet wird, oder der Helikopter, landen selten im städtischen Fundbüro. An Masse mangelt es jedoch nicht.

Frank Rainer, zuständiger Sachbearbeiter am Mülheimer Fundbüro, verzeichnet für das letzte Jahr mehr als 700 Fundsachen. 235 Dinge wurden zurückgeben. Sechs Monate sei die Aufbewahrungsfrist, danach dürfe man Schlüssel vernichten oder andere Dinge wie Fahrräder, Schmuck, Kameras oder Handys versteigern. Brillen würden für den guten Zweck an einen Optiker übergeben, der diese dann einem Hilfsprojekt übergebe.

„Elektronisches Gerät wird natürlich vor der Versteigerung von einer Spezialfirma geleert“, so Frank Rainer. Die Versteigerungen, die in diesem Jahr fortgeführt werden sollen, hatten der Stadtkasse im vergangenen Jahr rund 2000 Euro Einnahmen beschert. Auch nicht abgeholtes Bargeld „werde kassenrechtlich eingenommen“, erläutert Rainer.

Ansonsten werden vorwiegend Brieftaschen, Schlüssel, ÖPNV-Tickets, Bankkarten oder Geld abgegeben, dass im Automaten vergessen wurde. Banken können die Scheine in der Regel gut dem Eigentümer zuordnen, denn im Fundprotokoll gebe der Finder Details wie Fundort oder Uhrzeit an. Besonders gut komme der Online-Service des Fundbüros bei den Bürgern an. Der Finder fülle ein Online-Protokoll aus und das Fundstück verbleibe vorläufig in seiner Obhut. Die MVG unterhält keine eigene Fundstelle. Alle Fundstücke werden an das Fundbüro der Stadt übergeben. Wenn der verlorene Gegenstand dort nicht abgegeben wurde, könne man unter 451-1351 beim Pförtner der Mülheimer Verkehrsgesellschaft anrufen.