Städtepartner wollen mit Bürgerfahrten alte Kontakte pflegen

Peter Wolfmeyer (l.), Gerhard Ribbrock (M.) und Hans-Dieter Flohr wollen die gewachsenen Kontakte ins Ausland weiter pflegen.
Peter Wolfmeyer (l.), Gerhard Ribbrock (M.) und Hans-Dieter Flohr wollen die gewachsenen Kontakte ins Ausland weiter pflegen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Mülheimer Städtepartnerschaftsverein konzentriert sich auf seine Kernaufgaben und plant im kommenden Jahr Fahrten nach Finnland und Israel.

Mülheim.. Unter dem neuen Vorsitzenden Gerhard Ribbrock hat sich der Städtepartnerschaftsverein neu aufgestellt. Ohne städtische Unterstützung muss er sich auf Kernaufgaben beschränken: gegenseitige Besuche in den Partnerstädten.

„Die Städtepartnerschaften mit Darlington, Tours und Oppeln laufen wie von selbst, weil es hier auf beiden Seiten engagierte Bürger gibt, die die Kontakte pflegen. Die Partnerschaft mit Beykoz ist bisher eine Einbahnstraße geblieben. Denn wir haben bisher dreimal Beykoz besucht, aber noch keine Gäste aus Beykoz begrüßen können“, beschreibt der ehrenamtliche Geschäftsführer Hans-Dieter Flohr den Stand.

"Es geht uns darum, dass nichts verloren geht"

Auch die Städtepartnerschaft mit Kuusankoski, das seit 2009 in der größeren Stadt Kouvola aufgegangen war, waren eingeschlafen. Die letzte Mülheimer Bürgerreise in den hohen Norden fand 2003 statt.

Doch die Freundschaft mit den Finnen soll aufgefrischt werden. Den Anstoß dazu gab ein Besuch von Erkki Immonen, der in Kouvola die Deutsch-Finnische Gesellschaft leitet. Ergebnis: Vom 10. bis 18. Juni 2016 sollen 25 Mülheimer Kouvola und die Hafenstadt Kotka, das Museumsdorf Verla und die Hauptstadt Helsinki kennen lernen. „Wir wollen kein reines Sightseeing machen, sondern Bürgern mit Bürgern in Kontakt bringen“, beschreibt Gerhard Ribbrock die Ziele. Und Peter Wolfmeyer, der eine Bürgerfahrt nach Israel vorbereitet, betont: „Es geht uns darum, dass nichts verloren geht, was in den letzten Jahren an menschlichen Beziehungen gewachsen ist.“

Jerusalem und das Tote Meer kennenlernen

Unter der Führung von Wolfmeyer und Israel-Kenner Gerhard Bennertz können etwa 20 Mülheimer vom 20. bis 28. März 2016 nicht nur Kfar Saba, sondern auch Jerusalem und das Tote Meer kennenlernen. Gäste aus Israel erwartet der Verein schon im Herbst 2015, wenn sieben oder acht israelische Künstler ab dem 17. Oktober in der Galerie d’Hamé (an der Schloß- und Wallstraße) ihre Arbeiten ausstellen. Beim Adventsmarkt wird der Partnerschaftsverein zudem die Mülheimer Partnerstädte vorstellen.