Stadtwächterorden für Dieter Brandeis
31.01.2010 | 19:51 Uhr 2010-01-31T19:51:00+0100
Dieter Brandeis engagiert sich aus der eigenen Betroffenheit heraus seit drei Jahrzehnten in der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Seit 24 Jahren ist er Vorsitzender ihres Mülheimer Ortsverbandes.
Karneval. Das ist nicht nur Heiterkeit, sondern auch ein Stück soziales Engagement. Das gilt nicht nur für die Jugendarbeit der Gesellschaften, sondern auch für ihre vielen Sozialveranstaltungen in Altenheimen, Seniorentagesstätten oder im Fliednerdorf.
Dazu passte auch die Verleihung des Stadtwächterordens für soziales Engagement, mit dem diesmal im Rahmen des Kommandeursballs der langjährige Vorsitzende der Deutschen Multple-Sklerose-Gesellschaft (DMSG), Dieter Brandeis, ausgezeichnet wurde. „Das ist ein festliches Ereignis und ein charmanter Rahmen, in dem Bürger andere Bürger auszeichnen und damit soziales Engagement sichtbar machen”, sagte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld in ihrer Laudatio. Dem selbst an Multiple Sklerose erkrankten Brandeis bescheinigte die OB, „diese Auszeichnung im höchsten Maße verdient zu haben”, weil er mit seinem ehrenamtlichen Einsatz dafür gesorgt habe, einer sozialen Isolation der Betroffenen vorzubeugen und deren Lebensqualität, etwa durch Sport- und Informationsangebote, aber auch durch gesellige Aktivitäten wie Feste und Ausflüge zu erhöhen.
In seinen Dankesworten, die Brandeis aus gesundheitlichen Gründen vom Vizepräsidenten der Stadtwache, Heinz Schmidt, verlesen ließ, betonte Brandeis mit Blick auf die DMSG: „Bei allem Leid sind wir eine tolle Truppe, in der man miteinander und füreinander da ist und das leistet, was der andere nicht mehr kann.” Und dann reimte Brandeis in bester Narrenmanier: „Heute bin ich zum Stadtwächter ernannt. Das ist wirklich allerhand. Ich freue mich sehr und trage an dieser Bürde hoffentlich nicht schwer."
Hoffentlich nicht schwerfallen dürfte es, in Mülheim einen Sponsor zu finden, der den seit 1992 undotiert vergebenen Stadtwächterorden für soziales Engagement mit einem zumindest kleinen Preisgeld ausstatten könnte. Denn dann müsste es nicht nur bei den guten Worten für die guten Taten bleiben.

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