Stadtspitzen stehen fest zu Via

Foto: Jakob Studnar

Die drei Oberbürgermeister von Mülheim, Essen und Duisburg haben sich für die Fortsetzung des gemeinsamen Verkehrsverbundes Via ausgesprochen. Von einem Scheitern des Bündnisses aus der Mülheimer, Duisburger und Essener Verkehrsgesellschaft sei man weit entfernt, so ein Sprecher aus Mülheim. Aus Essener Kreisen war zuletzt wiederholt von einem möglichen Ende der Zusammenarbeit die Rede gewesen.

Im Hinblick auf die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit müsse es gelingen, so die Stadtspitzen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Komplexität des Unternehmens zu optimieren. Derzeit macht etwa die Mülheimer Gesellschaft jährlich rund 30 Millionen Euro Verlust. Ziel müsse es sein, dass die Bedürfnisse und die Nachfrage der Kunden nach einem pünktlichen, sauberen und sicheren ÖPNV „zu Treibern“ von Entscheidungen werden.

„Wir haben bereits beachtliche Erfolge durch neue Organisationsformen erzielen können“, betont der Chef der MVG, Klaus-Peter Wandelenus, und verweist auf Einsparungen in Millionen-Höhe. Für ihn gibt es keine Alternative zu Via. Der Verbund, so der Aufsichtsratsvorsitzende der MVG, Wolfgang Michels, sei offen für andere Verkehrsgesellschaften. Je größer der Kreis, desto größer seien mögliche Spareffekte. Ein Scheitern von Via, so Michels, könne man sich gar nicht leisten: „Das wäre eine riesige Blamage für die Ruhrgebiet-Städte.“