Stadtkatholikenrat sieht Mindestlohn als Erfolg

Der Sachausschuss Berufs- und Arbeitswelt des Stadtkatholikenrates ist überzeugt vom Mindestlohn: Die Einführung der Lohnuntergrenze von 8,50 Euro sei ohne den von Arbeitgeberseite im Gesetzgebungsverfahren als Schreckgespenst prognostizierten Abbau hunderttausender Arbeitsplätze geblieben und habe sich bewährt. „Dabei ist auf dem Weg zum Ziel, dass Arbeitnehmer vom Lohn für ihre Arbeit ein menschenwürdiges Leben führen können, ein entscheidender Schritt geleistet“, sagte Hermann Meßmann, der Vorsitzende des Sachausschusses, auf der jüngsten Versammlung.

Entgegen den Forderungen aus der Wirtschaft sei ein Mindestmaß an Aufzeichnungspflichten, aus der die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden nachweisbar hervorgehen müssen, unverzichtbar, so Meßmann, damit etwaige Verstöße gegen das Gesetz nachvollzogen werden können. Insoweit fordert er die Bundestagsabgeordneten auf, sich einer Abschaffung der Aufzeichnungspflichten zu widersetzen.

In der Sitzung verabschiedete der Vorsitzende des Stadtkatholikenausschusses, Rolf Völker, die aus Altersgründen ausgeschiedenen Mitglieder Rudolf Klüppel und Theo Niess mit einem herzlichen Dank für ihre geleistete Arbeit in rund drei Jahrzehnten ihrer Mitgliedschaft. Er überreichte ihnen als Dank ein Buch von Kardinal Reinhard Marx.