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Kämmerer Bonan zum Vorbild Langenberg

Stadt scheut Verschlankung nicht

24.01.2009 | 10:00 Uhr

Der Erfahrungsbericht aus der schuldenfreien Stadt Langenfeld sorgte für große Resonanz unter unseren Lesern. Jetzt reagiert auch der Mülheimer Kämmerer Uwe Bonan.

Der Erfahrungsbericht aus der schuldenfreien Stadt Langenfeld sorgte für große Resonanz unter unseren Lesern. Jetzt reagiert auch der Mülheimer Kämmerer Uwe Bonan.

„Natürlich ist uns die Situation in Langenfeld seit längerer Zeit bekannt”, schreibt der Dezernent. „Langenfeld als kreisangehörige Stadt und Mülheim als kreisfreie Stadt sind von der Größe, der Struktur und der Aufgabenerledigung sehr unterschiedlich” gibt Bonan zu bedenken:

Einwohnerzahl: 56 000 zu 170 000;

Haushaltsvolumen: 100 Mio zu 500 Mio €;

Arbeitslosenquote: 5,8% zu 7,9%;

Der Kämmerer: „Zahlreiche Aufgaben, die die Stadt Mülheim wahrnimmt, werden nicht oder nur teilweise von der Stadt Langenfeld selbst wahrgenommen (z.B. Zulassungsstelle, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II und XII, Bus & Bahn). Diese werden grundsätzlich vom Kreis Mettmann erledigt. Darüber hinaus arbeitete die Stadt Langenfeld bis Ende 2008 noch mit dem ,alten' kameralen Rechnungswesen, so dass auch aus diesem Grunde ein direkter Zahlenvergleich ausscheidet.”

Bonan erinnert an die Mülheimer Erfolge zur Haushaltssanierung, die zeigten, dass auch Langenfeld das Rad nicht neu erfunden habe. „Bereits seit 1999 haben wir die gesetzliche Mindestzahl der Ratsmitglieder erreicht. Durch die aktuellen Auflösungen des Bauordnungsamtes und des Amtes für Wohnungswesen konnten vier Stellen eingespart werden. Dies zeigt, dass eine Verschlankung des Verwaltungsapparates nicht gescheut wird”, betont der Beigeordnete und räumt ein, dass das für eine Entschuldung nicht ausreiche. „Unser erklärtes Ziel ist und bleibt immer eine realistische Haushaltskonsolidierung. Hierbei gilt, Nothaushaltsrecht weiterhin zu vermeiden und Erträge und Aufwendungen im Jahr 2013 auszugleichen."

Frank Meßing



Kommentare
27.01.2009
20:29
Stadt scheut Verschlankung nicht
von MHforever | #9

@mbimember
warum fangen denn nicht Sie und Ihre Sinnesgenossen einfach mal an. Lassen Sie uns doch mal Ihre Rezepte für die Verbesserung allen Übels hören. Wenn was gutes bei rumkommt würden Sie bestimmt auch gewählt und dann dürften Sie es auch erfolgreich umsetzten. Alle Probleme wären dann beseitigt. Aber komisch, ..... man hört von Ihnen nur wie es angeblich nicht geht. Sagen Sie doch bitte bitte ENDLICH mal wie es denn geht.

26.01.2009
12:08
Stadt scheut Verschlankung nicht
von mbimember | #8

@F.Schneider: Auch Sie scheinen zu wissen, worum und wie es geht. Setzen Sie sich zu Herrn Spliethoff und Herrn Bonan und fangen einfach mal an...

25.01.2009
23:51
Stadt scheut Verschlankung nicht
von F. Schneider | #7

@Alfons Mueller:
Wenn Sie die ursprüngliche Berichterstattung gelesen hätten, dann wüßten Sie, dass es bei dem Vergleich mit Langenfeld eben genau darum ging, nicht die Methoden von Düsseldorf oder Dresden zur Entschuldung anzuwenden. Denn die beiden Städte haben ihr sogenanntes Tafelsilber verkauft. Und genau das sollte vermieden werden. Insofern sind Ihre Einwände irrelevant und es bleibt das Modell Langenfeld. Und das ist ebenso windschief.

25.01.2009
22:59
Stadt scheut Verschlankung nicht
von mbimember | #6

@Herr Spliethoff: Gut, dass sie wissen, wie es geht. Dann fangen Sie und Herr Bonan mal an...

25.01.2009
18:37
Stadt scheut Verschlankung nicht
von geniculatum | #5

Bildung auf hohem Niveau hmmm wie sieht denn dann schlechte Bildung aus.
Schon komisch anscheinende merken nur wneige Mülheimer den vernüftigen Sparwillen der Stadt.
Wenn bei Ausgaben mal besser kontrolliert würde , städtische Mitarbeiter die falsch kalkulieren mal zur rechenschaft gezogen würden das wäre sparen. Der Bürger erfährt ja nicht wirklich genauere Zahlen und fakten ... sowas ist glaub ich Transparenz im Sinne der Frau Mühlenfeld und der SPD.
Sich aber dann wundern das man einhohes Maß an Mißtrauen und Mißachtung abbekommt.

25.01.2009
15:55
Stadt scheut Verschlankung nicht
von DieterSpliethoff | #4

Die Aussage, das in Mülheim nichts passiere, und man sich ein Beispiel an Dresden oder Düsseldorf nehmen solle, kann nur auf krasser Unkenntnis beruhen. Dresden hat seinen Haushalt wesentlich mit dem Verkauf städtischer Wohnungen saniert, damit aber auch jede Steuerungsmöglichkeit in Wohnungsfragen aus der Hand gegeben. Öffentliche Daseinsvorsorge geht anders! Und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Düsseldorf sind ebenfalls mit denen von Mülheim nicht zu vergleichen. Ein großes Kunststück ist dort ein ausgeglichener Haushalt jedenfalls nicht. Mülheim hingegen müsste in Bereichen der sogenannten freiwilligen Leistungen kürzen wie z. B. der offenen Ganztagsschulen. Dort hat man sich aber für Bildung und Erziehung auf hohem Niveau entschieden, und dies war ebenso richtig wie teuer. Die Politik ist sicher für jeden neuen, zielführenden Vorschlag dankbar, der zur Sanierung der städtischen Finanzen beiträgt, ohne die Stadt verkümmern zu lassen.

25.01.2009
15:28
Stadt scheut Verschlankung nicht
von AlfonsMueller | #3

@F.Schneider: Ich bezog meine Meinung auch nicht auf den Vergleich von Langenfeld (Kreis ME) mit der kreisfreien Stadt MH, aber Düsseldorf (4 mal so groß wie MH) und Dresden (3 mal so groß wie MH) haben es doch auch geschafft! Diese Städte haben auch irgendwann einmal angefangen zu sanieren. Hier in MH passiert ja nichts!

25.01.2009
11:34
Stadt scheut Verschlankung nicht
von F. Schneider | #2

Natürlich nicht, aber es ist doch ebenso wenig hilfreich, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Eine Stadt, die sich faktisch um die kostenintensivsten Aufgaben der Daseinsvorsorge nicht zu kümmern braucht, hat doch ganz andere Möglichkeiten, sich finanziell zu mäßigen.

25.01.2009
10:34
Stadt scheut Verschlankung nicht
von AlfonsMueller | #1

Ja Herr Bonan! Wir wollen doch nicht sofort den Idealzustand von Langenfeld, aber man kann ja einfach mal anfangen...
Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!

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