Stadt Mülheim verspricht: Betreuungsplätze reichen aus

Gespräch mit Jugendamtsleiterin Lydia Schallwig über die aktuelle Situation in der Kindergartenlandschaft.
Gespräch mit Jugendamtsleiterin Lydia Schallwig über die aktuelle Situation in der Kindergartenlandschaft.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Diese Nachricht ist geeignet, wartende Eltern frohzustimmen: Noch unversorgte Kinder kommen auf alle Fälle in Kitas oder bei Tagesmüttern unter.

Mülheim an der Ruhr.. Die Eltern von rund 80 Jungen und Mädchen warten derzeit noch auf einen Betreuungsplatz für das im August beginnende Kindergartenjahr. Noch haben sie keinerlei Zusage erhalten von einer Kita. Und bangen nun, ob es überhaupt etwas wird mit der Unterbringung ihrer Kinder, die größtenteils jünger als drei Jahre alt sind. Die Stadt aber verspricht weiter: „Wir bringen alle unter.“

Jugendamtsleiterin Lydia Schallwig verkündete gestern auf Nachfrage die beruhigende Nachricht: „Wir kommen mit den Plätzen aus.“ Versorgt werde jeder. Doch nicht jeder könne mit dem Platz in der Wunsch-Einrichtung oder dem Wunsch-Stadtteil rechnen; es müsse aber auch keiner quer durch die Stadt fahren. Betreuung heiße im Übrigen nicht in jedem Fall Kita; Tagesmütter seien die bewährte Alternative.

Für 98,3 Prozent gibt einen Platz

4024 Kinder unter drei gibt es in der Stadt, 30 mehr als im Vorjahr. Für sie hält die Stadt ab Sommer 1413 Betreuungsplätze vor, das entspricht einer Quote von 35,4 Prozent. Im Vorjahr gab es 1336 Plätze (33,4 Prozent); der Ausbau also ist vorangeschritten. 1013 Kleine kommen 2015/16 in Kitas unter – gut 70 Prozent –, die restlichen in der Tagespflege. Auch bei den Drei- bis Sechsjährigen gab’s Veränderungen: Für 98,3 Prozent gibt es im Sommer einen Platz, im Vorjahr betrug die Quote 96,8 Prozent. In absoluten Zahlen heißt das: Für 4250 Kinder stehen bald 4179 Plätze bereit.