Stadt Mülheim stellt zwei weitere Ampel-Blitzer auf

Ab Dienstag werden Rotlicht-Verstöße an der Kreuzung Tourainer Ring/ Konrad-Adenauer-Brücke geahndet.
Ab Dienstag werden Rotlicht-Verstöße an der Kreuzung Tourainer Ring/ Konrad-Adenauer-Brücke geahndet.
Foto: Ute Gabriel / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Kreuzung Konrad-Adenauer-Brücke/Tourainer Ring soll entschärft werden. In Heißen vor der A40 gibt es monatlich noch rund 250 Rotlicht-Verstöße.

Mülheim.. Die Unfallkommission der Stadt, in der neben der Polizei das Ordnungsamt und das Tiefbauamt vertreten sind, hat sich dafür ausgesprochen, eine weitere Blitz-Anlage zu installieren, um die Zahl der Rotlicht-Verstöße zu minimieren. Der Blitzer – es werden zwei Anlagen sein – wird auf der großen Kreuzung Konrad-Adenauer-Brücke, Tourainer Ring und Friedrich-Ebert-Straße installiert und bereits ab kommenden Dienstag geschaltet sein. „Es geht uns hier nicht um das Abkassieren von Autofahrern, sondern schlicht darum, die Sicherheit zu erhöhen“, betont Stadtsprecher Volker Wiebels.

In der Vergangenheit hatten sich an dem Verkehrsknotenpunkt am Ende der Konrad-Adenauer-Brücke, wo Fahrbeziehungen in alle Richtungen bestehen, immer wieder Unfälle ereignet, zum Teil mit schweren Folgen für die Autofahrer. Neben der Mühlenberg-Kreuzung ist es die meist befahrene Strecke in der Stadt.

Viele wollen schnell noch über die Kreuzung

Zu hohe Geschwindigkeit auf der abfallenden Straße und eben das Überfahren der roten Ampel seien die Hauptursachen für die Unfälle gewesen, heißt es in der Analyse der Unfallkommission. „Es fahren immer noch Autofahrer schnell auf den allerletzten Drücker in eine Kreuzung, geraten dann in einen Rückstau, gleichzeitig wird der Gegenverkehr schon freigeschaltet“, schildert Polizeisprecher Marco Ueberbach ein typisches Szenario, das zu Unfällen führt.

Sensoren in der Kreuzung, so Wiebels, bestätigten, dass der letzte Drücker bei vielen schon auf einer Rotlichtfahrt basiert. Ordnungsamt und Tiefbauamt hatten bereits in Zusammenarbeit mit der Polizei versucht, durch eine veränderte Signalschaltung die große Kreuzung zu entschärfen, ohne großen Erfolg.

Fünf schwere Unfälle innerhalb eines Jahres

Es geht der Stadt an der Stelle um Unfallprävention wie auch an der Heißener Kreuzung Paul-Kosmalla-/Essener Straße. Dort hatte es innerhalb eines Jahres fünf schwere Unfälle mit zum Teil schwer verletzten Personen und einige leichtere Unfälle gegeben. Appelle an die Verkehrsteilnehmer halfen an der Stelle nicht mehr. Zwei Jahre nach Einführung der Blitz-Anlage sieht sich die Unfallkommission in der Wirkung der Kontrolle bestätigt. Lediglich einen Unfall hat es seitdem an dieser Stelle noch gegeben.

Wie wichtig die Einführung einer Überwachung an dieser Stelle in Heißen war, zeigten die Zahlen: Anfangs gab es bis zu 400 Autofahrer im Monat, die das Rotlicht überfuhren, sowohl bei der Fahrt geradeaus Richtung Autobahn als auch beim Abbiegen in die Velauer Straße.

Auch heute, zwei Jahre nach Einführung der Blitzer, registriert die Stadt monatlich immer noch 250 Autofahrer mit einem Rotlicht-Verstoß. „Die Autobahn vor Augen mag immer noch dazu verleiten, noch mal eben schnell die Ampel passieren zu wollen“, so der Stadtsprecher. So mancher verlor dabei zeitweise seinen Führerschein.