Stadt kann Steiger allein nicht stemmen

Mintard..  Warum die Betriebe der Stadt für die Weiße Flotte keinen neuen Steiger anschaffen können, steht in einem Bericht für den Betriebeausschuss. Dessen Mitglieder können darin die bereits bekannten Argumente lesen und am Montag, 13. April, darüber diskutieren oder nicht. 25 000 Euro soll ein neuer Steiger kosten, rund 5000 Euro das Auf- und Abbauen. Die Befestigungsanlagen am Ufer sowie der Weg zum Steiger – beides im städtischen Besitz – müssten erneuert werden. Der Stadt fehlt das Geld oder es müssten pro Saison „mindestens 1500 Fahrgäste zusätzlich in Mintard an Bord gehen. Bisher habe es keine „Fahrgastbeschwerden“ gegeben, steht im Bericht. Die Wirklichkeit sieht anders aus, wie Leserbriefe in dieser Zeitung dokumentierten.

Kämmerer und Betriebe der Stadt setzten ausschließlich auf die neuen Betreiber des Mintarder Wasserbahnhofs. Diese „haben bei einem Ortstermin angekündigt, die Investition ggf. (anteilig) übernehmen zu wollen“, heißt es weiter. Gehe das Gastro-Konzept auf, entstünde eine Lokalität beachtlicher Größe. „Insofern schlagen wir vor, die Umsetzung der privaten Baumaßnahmen sowie die angestrebte Entwicklung zunächst abzuwarten, um im Sommer 2016 für den Fahrplan 2017 beurteilen zu können, ob und unter welchen Bedingungen der Steiger in Mintard zu reaktivieren wäre“, heißt es. „Käme es beispielsweise zu einem privaten Bau, wäre über eine Andienung des Steigers eine Vereinbarung zwischen Mintarder-Wbf. und Weißer Flotte zu erarbeiten.“