Stadt im Grünen löst einen Positiv-Schock aus

Die Kinder-Stücke gewinnen Jahr für Jahr mehr an Qualität und Aufmerksamkeit in der Theaterlandschaft. In unserer Serie kommen die Autoren der eigenständigen Theatertexte zu Wort. Heute: Katrin Lange und ihr Stück „Zaubermühle“.

Was verbinden Sie mit Mülheim an der Ruhr?

Als ich vor Jahren das erste Mal nach Mülheim kam, dachte ich: Ruhr-Gebiet, das ist was Graues, Trübes... Und dann die schöne helle Stadt im Grünen, der Fluss, die Parks – ein Positiv-Schock!

Wovon erzählen Sie in „Zaubermühle“?

Von einer Frau, die auf dem Regenbogen reiten kann, und einem Mann, der schmiedet aus einer Schwanenfederspitze eine Zaubermühle, die spuckt Mehl aus und Salz und Gold. Da fragt man sich doch, wie die beiden miteinander klarkommen? Aber im Stück, in dem ich Elemente aus dem sehr alten finnischen National-Epos Kalevala verwende, geht es natürlich noch um mehr: Gerade haben die Menschen die Schmiedekunst erfunden, also eine Art frühe technische Revolution gemacht – was machen wir daraus, welche Verantwortung hat der Einzelne? Fragen, die tief ins Leben auch von Kindern hineingreifen…

Wie war der Entstehungsprozess des Stücks?

Wie der Entstehungsprozess jedes anderen Stückes auch – erst packt einen eine Idee, in diesem Fall eine sehr alte, schön fern gewordene. Dann muss man zusehen, dass man selber die Idee packt – sprich: dass Vorgänge, Bilder und vor allem Figuren entstehen. Und dann kommt die Arbeit mit dem Inszenierungsteam, da wird es erst richtig rund.

Haben Sie eine Lieblingsstelle im Text? (Und verraten Sie sie uns?)

Nein. Denn wenn nicht jede Stelle im Text eine Lieblingsstelle wäre, müsste man sie ja allesamt streichen.

Ist unter den anderen Stücken eines, das Sie besonders interessiert oder das Sie besonders schätzen?

Ich kenne bisher nur den Text von einem von ihnen, der gefällt mir sehr. Die Aufführungen der anderen nominierten Stücke werde ich erst in Mülheim sehen.

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