Stadt ändert Ruhrbania-Plan

Ruhrbania soll sich zwischen der Konrad-Adenauer-Brücke (r.) und der Eisenbahnbrücke (l.), bald Rad- und Wanderweg, fortsetzen.  Vorne das AOK-Gebäude (l.), mittig das Gesundheitsamt und rechts das ehemalige Arbeitsamt.
Ruhrbania soll sich zwischen der Konrad-Adenauer-Brücke (r.) und der Eisenbahnbrücke (l.), bald Rad- und Wanderweg, fortsetzen. Vorne das AOK-Gebäude (l.), mittig das Gesundheitsamt und rechts das ehemalige Arbeitsamt.
Foto: www.blossey.eu
Vorerst ist kein Abriss des Mülheimer Gesundheitsamtes für die Entwicklung bis zur Konrad-Adenauer-Brücke vorgesehen.

Mülheim.. Die Stadt ändert ihre Planungen für die weitere Entwicklung der Ruhrpromenade zwischen der Eisenbahn- und der Konrad-Adenauer-Brücke. Ein freies Baufeld wie einst gedacht wird es dort nicht geben. Bestehende Gebäude der AOK und der städtischen Verwaltung sollen nun bis auf Weiteres erhalten bleiben. „Es wird eine Planung mit dem Bestand geben“, sagt Baudezernent Peter Vermeulen.

Die politischen Diskussionen über die Baufelder drei und vier von Ruhrbania beginnen in der kommenden Woche. Das Planungsamt will weitere Anregungen für das Gelände entlang der Ruhr bis Ende September sammeln und in den bestehenden Entwurf einbauen. Anfang des nächsten Jahres soll der Bebauungsplan entsprechend geändert werden.

Promenade soll in einen grünen Platz münden

Die Baufelder drei und vier sollen nun „stufenweise entwickelt werden“ und den vorhandenen Gebäudebestand mit AOK und Gesundheitsamt integrieren. Beibehalten will das Planungsamt den ursprünglichen Gedanken: eine Bebauung parallel zur Friedrich-Ebert-Straße und eine zum Fluss hin aufgelockerte Bebauung, eine grüne Mitte soll die Attraktivität der Häuser in der „zweiten Reihe“ steigern. Die Stadt hält zudem fest an der Idee, eine städtebauliche Dominante als Abschluss an der Konrad-Adenauer-Brücke zu wählen, gedacht ist ein acht- bis zehngeschossiges Bürogebäude, das zugleich auch als Lärmschutz für die Wohnbebauung auf den Baufeldern drei und vier dienen könnte. Die Promenade soll am Ende in einen grünen Platz münden.

Sollte eines Tages doch noch das Gesundheitsamt abgerissen werden, so sieht die Planung im Endzustand eine größere Wohnbebauung an der Friedrich-Ebert-Straße und an der Ruhr vor – jeweils viergeschossig mit Staffelgeschoss oder Penthouse. In der Mitte ließen sich nach Ansicht der Stadtplaner Aufenthaltsbereiche für die Bewohner integrieren wie ein gemeinsamer Garten und ein Spielplatz. Im nördlichen Bereich könnte das gesamte Gebiet durch eine Bebauung entlang des Tourainer Rings abgeschlossen werden. Hier denkt die Verwaltung an Büros, gewerbliche Einrichtungen, sogar an eine mögliche neue Unterkunft für die VHS. „Eine Realisierung in kleineren Bausteinen hat Vorteile bei der Vermarktung der Bauflächen, da sehr große Einheiten schwierig am Markt zu platzieren sind“, so sieht man es im Planungsamt.

Vorhaben ist umstritten

Politisch ist das Vorhaben schon jetzt nicht unumstritten. Schon im Vorfeld der ersten politischen Runde am kommenden Dienstag warnen die Mülheimer Bürgerinitiativen davor, das Promenaden-Projekt in Zeiten der Überschuldung noch weiter Richtung Norden voranzutreiben. Die jetzige Änderung der Pläne hält Fraktionschef Lothar Reinhard für unsinnig: „Damit es nicht zu blamabel aussieht, wird jetzt kein klarer Schnitt gemacht, was überfällig wäre, sondern es wird so getan, als wären doch noch Teile der Luftschlossplanungen irgendwann und irgendwie zu machen.“

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