Sprayer suchen Dümpten heim
22.08.2011 | 18:57 Uhr 2011-08-22T18:57:00+0200
Mülheim. Der Ärger von Anwohnern rund um die Mühlenstraße und den Springweg in Dümpten ist groß: Vergangene Woche trieb ein unbekannter Schmierfink im Viertel sein Unwesen und besprühte augenscheinlich alles, was sich als Untergrund anbot, mit großflächigen Graffiti . Der Schaden ist, wenn auch von der Polizei nicht beziffert, wohl enorm.
Polizeisprecher Peter Elke bestätigte am Montag auf Anfrage mindestens sechs Strafanzeigen gegen den oder die unbekannten Sprayer , die Ermittlungen sind aufgenommen. Die Polizei verspricht sich aufgrund der Tags (Schriftzüge) möglicherweise Hinweise auf die Urheberschaft – Anhaltspunkte gab es bislang aber noch keine.
Privathäuser beschmiert
Die großflächige Sachbeschädigung datiert aus der Nacht vom 17. auf den 18. August, die Nacht zum Donnerstag vergangener Woche. Privathäuser sind beschmiert, nach Aussagen von Anwohnern sind neue Tags auch an der Wilhelm-Busch-Förderschule zu finden. Wände, Rollläden, Stromkästen, Glasscheiben an Bushaltestellen – alles verunstaltet.
Zum zweiten Mal schon Opfer von Schmierfinken ist Kiosk-Besitzerin Pia Kattler (51) von der Mühlenstraße. „Wut ist da“, sagte sie schon kurz nach der Tat der WAZ, fest entschlossen, die Sachbeschädigung zur Anzeige zu bringen. Sie hofft, dass die vermeintlich jungen Täter mal eine Strafe zu spüren bekommen.
Mehr legale Flächen
Es nütze wohl nichts, bei Minderjährigen den Eltern eine Geldstrafe aufzubrummen. „Die Jugendlichen sollen bestraft werden, nicht ihre Eltern.“ Kattler glaubt, dass Sprayer so lange ihr Unwesen treiben und fremdes Eigentum beschädigen werden, wie sie nicht selbst dafür geradestehen müssen.
Dabei steht die Geschäftsfrau Graffiti nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber. Sie wünscht sich mehr legale Flächen, die die Stadt Jugendlichen für ihre Graffiti zur Verfügung stellt, mehr Kreativ-Aktionen.
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