Sportler und Studenten bilden starkes Doppel auf Tennisplatz

Die Kooperation zwischen HTC und HRW ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: (v.l.n.r.) Oliver Koch, Leon Saijnovic, Marcel Fahnemann, Jan-Hendrik Söller,
Die Kooperation zwischen HTC und HRW ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: (v.l.n.r.) Oliver Koch, Leon Saijnovic, Marcel Fahnemann, Jan-Hendrik Söller,
Foto: Ute Gabriel
Was wir bereits wissen
Erstsemester der Hochschule Ruhr West führen eine Tennissoftware beim HTC Uhlenhorst ein. Mitglieder buchen freie Plätze nun bequem im Internet.

Mülheim.. „Dem Tennissport haftet oftmals noch der Charme der 80er Jahre an“, erklärt Carsten Lemke, Trainer beim HTC Uhlenhorst, die Ursache dafür, dass der „Weiße Sport“ in Deutschland etwas aus der Mode gekommen ist. Ein Beleg für die alten Zeiten ist nun beim HTC abgeschafft worden: das antiquierte Schlosssystem, mit dem Mitglieder einen Tenniscourt bislang umständlich erst vor Ort auf der Anlage oder per Telefon buchen konnten.

Seit Anfang Mai hat der Fortschritt Einzug gehalten. Im Rahmen einer Kooperation mit der Hochschule Ruhr West haben drei Erstsemester des Studiengangs Wirtschaftsinformatik beim HTC die Buchungssoftware „Tennis 04“ eingeführt, die von über 200 Clubs in Deutschland eingesetzt wird. „Wir sind froh, dass unsere Mitglieder nun bequem über unsere Homepage einen freien Court buchen können“, berichtet Jan-Hendrik Söller, Vorstand für Jugendtennis.

Positive Rückmeldung der Mitglieder

Auch auf der Anlage selbst ist die Platzbuchung auf einem großen Touchscreen weiter möglich. „Die meisten Rückmeldungen unter unseren 1150 Mitgliedern sind positiv“, berichtet Söller, der künftig mit einer höheren Platzauslastung rechnet und mittelfristig auf mehr Mitglieder durch den neuen Service hofft.

Für den HTC ist die Einführung der Software zudem günstig. 300 bis 400 Euro kostet sie im Jahr, der neue Touchscreen einmalig 500 Euro. „Wir überlegen, das Konzept auch auf den Hockeybereich auszuweiten“, so Jan-Hendrik Söller. Die Zusammenarbeit sei eine „Win-Win-Situation“ für beide Seiten.

Auch Studenten profitieren

Denn auch für die drei beteiligten Studenten Kathrin Chudziak, Marcel Fahnemann und Leon Saijnovic und die Hochschule Ruhr West hat sich die zweimonatige Kooperation gelohnt. „Unser Ziel ist es, uns künftig noch stärker in der Region zu vernetzen. Als Hochschule wollen wir verstärkt Kooperationspartner wie den HTC für solche praxisnahen Projekte gewinnen, von denen unsere Studenten enorm profitieren“, so Prof. Dr. Oliver Koch, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der HRW und Dozent der drei beteiligten Studenten.

Für die drei Erstsemester war das Projekt gleich zu Studienbeginn eine Herausforderung, berichtet Leon Saijnovic. „Wir haben ja alles selbst in die Hand genommen – eine Infoveranstaltung für die Clubmitglieder organisiert, die Daten der Mitglieder eingepflegt und eine Betriebsanleitung geschrieben.“

So habe man das theoretische Wissen aus dem Hörsaal direkt anwenden können. „Das Projekt hatte einen großen Lerneffekt, weil wir auf diese Weise auch die Perspektive des Anwenders, also der Clubmitglieder, wahrgenommen haben, die eventuell Schwierigkeiten mit der Software oder Fragen haben“, pflichtet Kommilitone Marcel Fahnemann bei. Ihr Projekt werden die drei Studenten bald im Rahmen einer schriftlichen Seminararbeit abschließen.