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WAZ-Serie: Selbsthilfe

Spielsucht führt zur Finanzkrise

14.01.2009 | 16:34 Uhr

Die Spieler-Selbsthilfegruppe geht den Weg aus der Abhängigkeit gemeinsam

„Es hat sich ausgespielt”, zumindest für die Menschen, die sich wöchentlich zur Spieler-Selbsthilfegruppe treffen. So titelt die fünf Monate junge Gruppe ihren Flyer, in dem sie auch zum Spieler-Selbsttest anleitet. Wer sich selbst entdeckt, belügt sich hoffentlich weniger. Damit die Lüge, das Verheimlichen der nicht stofflichen Abhängigkeit, aufhören kann, das Leben der Spieler und ihrer Angehörigen zu vergiften.

Dieses Thema und der offene Umgang der Mitglieder untereinander ist den Spielern sehr wichtig, viel wichtiger, als über Geld zu sprechen. Obwohl der eine oder andere schon gern mal einen Witz macht darüber, wie sich die Finanzbosse überall in der Welt verzockt haben. Dabei dient Problembewältigung der Rückfallprophylaxe und Verdrängung scheint der Vorbote der Wiederholungstat zu sein. Daher sind auch Angehörige eingeladen, ein mal im Monat gemeinsam zu überprüfen, in wie weit ihr Verhalten die Spielsucht unterstützt.

Leicht ist es nicht, aber viele der Gruppenmitglieder können auf Therapieerfahrungen zurückgreifen, die sie sich gegenseitig gern nutzbar machen.

Denn: Spielsucht führt nicht nur zur totalen Finanzkrise sondern auch zur totalen Verzweiflung über die scheinbare Ausweglosigkeit. Die Energie, die der Spieler in immer neue Gewinn-Strategien investiert, kann ihn selbst retten, wenn er sie zum Gewinn für seine Seele einzusetzen lernt.

Diesen Weg geht die Gruppe gemeinsam und heißt neue Gefährten herzlich willkommen. Die Anonymität bleibt gewahrt und Kosten entstehen nicht. vdB

» Info: 0208 4127723 oder über das Selbsthilfebüro Mülheim 0208 30048-14

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