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Entwicklungskonzept

Spielräume auf dem Auberg

10.03.2009 | 19:24 Uhr
Spielräume auf dem Auberg

RVR-Planung sieht Flächen für Freizeitnutzung vor. Wald und Wiesen sollen ökologsich aufgewertet, Trampelpfade verbaut und Quellen besser geschützt werden. Vier Hektar bleiben Freilauffläche für Hunde.

120 Hektar groß ist der Auberg, 75 Hektar davon sind Wiesen und Grünland – insgesamt, so die Politik im Umweltausschuss, ist das Riesenareal ein Schmuckstück für die Stadt. Vor allem aber ist es derzeit Planungsfläche für das Zusammenspiel von Ökologie und Erholungsnutzung. Der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR), der 2007 den ehemaligen Truppenübungsplatz auf Anregung der Stadt vom Bund kaufte, hat mit einem Fachbüro aktuell einen Maßnahmenkatalog erstellt, der Natur und Mensch Rechnung tragen und teils hitzige Diskussionen der Vergangenheit befrieden soll.

Entscheidend für Auberg-Nutzer: Die Flächen für die Modellflieger sollen erhalten bleiben, der Korridor dazwischen wird kein Naturschutzgebiet, ermöglicht also Spielraum für weitere Freizeitaktivitäten. Und: Vier Hektar Grund nah am Parkplatz am Eschenbruch sollen als Hundeauslauf dienen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: auf dem übrigen Auberg gilt Leinenzwang.

Das Entwicklungskonzept für den Auberg wurde Dienstag im Umweltausschuss vorgestellt. Bilder: Stephan Glagla

Das ökologische Entwicklungskonzept hat das Fachbüro Uventus erarbeitet. Dessen Geschäftsführer Bertram Oles stellte die nötigen Verbesserungen vor. Waldbereiche und -ränder sollen durch Unterpflanzungen heimischer Arten aufgewertet und naturnaher gestaltet werden, Schutzbereiche (wie die Orchideenwiese) natürlich wie bisher erhalten bleiben. Geplant ist laut Oles, „Obstwiesenrelikte entsprechend zu pflegen und zu verjüngen”. Auf den Wiesen soll extensive Düngung und Beweidung zugelassen werden. Der RVR hat „Anfragen von Schäfern vorliegen”, die dort ihre Herden grasen lassen wollen. Entsprechend sollen Bereiche (zeitweilig) eingezäunt werden. Nicht nur Schafe oder auch Galloway-Rinder werden so im Zaum gehalten, sondern wohl auch Spaziergänger. Entsprechend beinhalten Veränderungen an der „touristischen Infrastruktur die Sperrung von Trampelpfaden bei gleichzeitiger Verbesserung vorhandener Wege”. Zur „Besucherleitung” will der RVR „Barrieregehölze” pflanzen lassen. Durch „Absperrungen und Abpflanzungen” geschützt werden die Quelltöpfe auf dem Auberg, „damit sie sich ökologisch entwickeln können. Oles: „Bisher sind das Hundebadewannen.”

Keinesfalls die Parkplätze am Auberg auszuweiten und so den Freizeitdruck zu erhöhen, empfahl Jochen Keienburg (SPD). Die Zufahrt über die Voßbeckstraße (an Sonn- und Feiertagen ist die eigentlich gesperrt) zu überprüfen, empfahl Wolf-Jürgen Richter (Grüne) – „da hält sich keiner dran, dann kann man die Schilder gleich abmontieren.”

Der RVR wird sechs Hauptzuwege mit neuen Info- und Verhaltenschildern versehen. Mehr nicht. „Wir wollen den Auberg ja nicht vertafeln.”

Jörn Stender



Kommentare
19.05.2009
19:02
Spielräume auf dem Auberg
von marcella biscan | #1

ich meine, für die menschen ohne hund gibt es genug gebiete zur erholung und für die mit hund wird es immer weniger. immer mehr verbote, verhaltensmaßregeln, einfach traurig. da sind ein paar menschen, die leider die macht haben und ich muss mich nach derem denken - ob sinnvoll oder nicht - richten. alles wird geformt, nichts darf mehr so sein, wie es möchte, selbst die natur nicht. alles muss ordentlich und nach einem bestimmten plan sein. und auch hunde brauchen badewannen! wieso wird der hund, der treueste begleiter des menschen, ein wundervolles wesen, dass dem menschen so ähnlich ist, immer mehr als wesen ohne rechte behandelt und teilweise behandelt wie der letzte Dreck? da haben es die tiere im zoo ja besser und werden artgerechter gehalten als ein hund. der hund ist ein mit-lebewesen und hat ein recht auf ein artgerechtes leben. wieso wird der hund für das, was der mensch falsch macht, bestraft? Und nicht die menschen, die mit dem hund nicht artgerecht umgehen oder keine rücksicht auf andere nehmen? wenn diese entwicklung so weiter geht, sollte die regierung hunde in deutschland verbieten. als kinderfeindich sind wir ja schon bekannt.

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