Spendenaktion ermöglichte bislang 111 neue Bäume für Mülheim

Im November wurden in der Dimbeck die ersten neuen Bäume nach dem Pfingststurm gepflanzt.
Im November wurden in der Dimbeck die ersten neuen Bäume nach dem Pfingststurm gepflanzt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Dank des bürgerschaftlichen Engagements sind inzwischen 111 Bäume gesichert. Nach wie vor zählt aber jede Spende.

Mülheim..  Statt Präsenten zum Geburtstag und anderen Anlässen können sich die Mülheimer selbst beschenken und für neues Grün in den verheerenden Lücken sorgen, die Sturm „Ela“ geschlagen hat. Bei Spendenaktionen der Stadt und der WAZ haben sich Bürger und Firmen bislang reichlich großherzig gezeigt: Seit September vergangenen Jahres sind schon über 117 450 Euro an Spenden für den „Nachwuchs“ von Bäumen eingegangen.

Ein Baum kostet 1050 Euro: Anschaffung, Herrichtungskosten wie Fräsung, Reparaturarbeiten, Lieferung, Pflanzung, Wässerung und Pflege. „Somit sind dank des bürgerschaftlichen Engagements mittlerweile 111 Bäume gesichert“, freut sich OB Dagmar Mühlenfeld. Dies zeige die hohe Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt und die Bereitschaft, sich nach schwierigen Zeiten aktiv am Wiederaufbau des Stadtbildes zu beteiligen.

Es fehlen immer noch viele Bäume

Ihr ganz besonderer Dank geht dabei an die WAZ Mülheim, die mit ihrer Baumspendenaktion „WAZ pflanzt Bäume“ 30 000 Euro gesammelt und auf das städtische Spendenkonto eingezahlt hat. „Nach wie vor zählt jede Spende“, sagt Sylvia Waage, Leiterin des Amtes für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen. 271 neue Bäume wurden bereits gepflanzt. Davon 101 neue Bäume an Straßen und 45 in Grünanlagen, auf Spielplätzen, in der Müga sowie in Kindertagesstätten und Schulen.

Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln der Bezirksvertretungen, des Umweltamtes und aus Spenden. „Aber es fehlen noch weitaus mehr Bäume in den Straßen und Grünanlagen“, so Waage. Derzeit werden alle „Fehlstellen“ geprüft, ob eine Nachpflanzung möglich ist. „Ver- und Entsorgungsleitungen oder Grundstückszufahrten können dazu führen, dass der bisherige Baumstandort nicht mehr für eine Ersatzpflanzung in Frage kommt“, erläutert die Amtsleiterin. Derzeit sind Ersatzpflanzungen an weiteren Standorte für das kommende Herbst-/Winterhalbjahr in Planung.