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Nacht der Autoren in der Fünte

Spannend, lustig, nachdenklich

23.03.2009 | 13:04 Uhr
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Schlichtweg begeistert waren die Besucher der "Nacht der Autoren" in der Fünte in Heißen.

In heimeliger Atmosphäre boten zehn Autoren des Ruhrgebiets ein abwechslungsreiches Literaturprogramm. Satirisch, lyrisch, nachdenklich, verträumt, fantastisch, ernst - für jeden Geschmack war etwas dabei.

Veranstaltet wurde die Autorennacht, deren erster Teil schon Mittwochabend in der jazzART Galerie in Gelsenkirchen Begeisterung auslöste, vom Kulturzentrum Fünte und der LIGG Gelsenkirchen. Die beiden Organisatoren Frank Bruns und Jenny Canales setzen sich mit Literaturevents für die Förderung junger Autoren ein.

Wie auch in Gelsenkirchen lasen am Freitagabend in Mülheim Mitglieder der Mülheimer Autorengruppe "Schwarze Lettern" sowie einige preisgekrönte Autoren aus der guten Nachbarschaft. Der Mülheimer Karsten Niggemeier stellte seinen Debütroman "Das Einhundert-und-Einmaleins des gepflegten Halbwissens" vor und begeisterte die Zuhörer mit seinem satirischen Humor. Mitreißend präsentierte sich der Duisburger Raniero Spahn, der ebenfalls die Lachmuskeln des Publikums strapazierte. Ans Herz ging die traurige Liebesgeschichte von Roman Dell, dessen "Bahnhofsromanze" auf einer wahren Begebenheit beruhte.

"Ruf doch mal an" beginnt völlig harmlos die spannende Geschichte, die Elke Schleich im Gepäck hatte. Die Gewinnerin des Gelsenkirchener Literaturwettbewerbs lockte ihr Publikum geschickt auf eine falsche Fährte und verblüffte am Schluss. Susanne Schubarsky sprach mit ihrer Kurzgeschichte "Jugend musiziert" wohl einigen Musikschullehrern aus der Seele. Jungautorin Tanja Bern machte auf ihren Erstling "Die Sídhe des Kristalls: Das Tal im Nebel" neugierig und erzählte mit warmer Stimme die Geschichte von Jack, der in Irland auf den Elfenkönig der legendären Sídhe trifft.

Die Mülheimerin Inge Fleischer schreibt seit zehn Jahren Lyrik und berührte mit einem sehr persönlichen Abschiedsgedicht. Oliver van Ristau zeigte in seiner Geschichte die dunkle Seite von Ruhm und Glamour, während Katrin Zill Erinnerungen an den Wehrunterricht in der DDR aufleben ließ.

Für musikalische Unterhaltung sorgten Instrumentallehrerin Britta Balluff an der Querflöte und Gitarrist Peter Bachmann, die spontan zusammen Irish Folk improvisierten.

Katrin ZILL

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