Spätleerung des Briefkastens an der Hauptpost gestrichen
25.05.2012 | 19:07 Uhr 2012-05-25T19:07:00+0200
Mülheim. Das Unternehmen hat die Spätleerung des Briefkastens an der Hauptpost abgeschafft
„Bisher hatte ich ja gedacht, in einer Großstadt zu wohnen...“, sagt Gerd Freese. Seit Anfang der Woche denkt er das nicht mehr. Was seinen Sinneswandel bewirkt hat? Die Deutsche Post. Die Aktiengesellschaft hat vor einiger Zeit die letzte Leerung des Briefkastens an der Hauptpost auf 18.15 Uhr festgesetzt. 20.45 Uhr, das war einmal in Mülheim. Genauer gesagt: bis vor einem Vierteljahr.
Die Erklärung für die Serviceeinschränkung liefert Pressesprecher Rainer Ernzer: „Die Nutzung des Briefkastens nach 18.15 Uhr hielt sich in Grenzen.“ Und da ein Wirtschaftsunternehmen, das die Post nun mal sei, rechnen müsse, hat sie gerechnet. Das Ergebnis: „Aufwand und Ertrag standen in keinem mehr zu vertretenden Verhältnis.“ Gerechnet wurde dabei nicht nur in Mülheim. Die Tour habe sich nicht mehr gelohnt, weil auch Briefkästen in anderen, umliegenden Städten zu wenig genutzt wurden. Gestiegene Spritpreise, hohe Personalkosten, führt Ernzer an, der als Pressesprecher nicht von Serviceeinschränkung, sondern lieber von Optimierung spricht.
Leerungen zu später Stunde nicht angenommen
Genaue Zahlen kann er nicht nennen. Er verweist aber darauf, dass auch bei einer Leerung um 20.45 Uhr eh nur noch die Sendungen am kommenden Tag zugestellt werden konnten, deren Anschrift mit der Postleitzahl 45 begann. Dazu gehören etwa die Städte Essen, Recklinghausen, Hattingen, Gelsenkirchen.
„Alle anderen, egal ob Duisburg, Köln oder München, kamen erst am übernächsten Tag beim Empfänger an , wenn man nicht die Leerungszeit 18.15 Uhr in Anspruch genommen hat.“
Alternative in Essen-Vogelheim
Was aber tun, wenn der Brief nach Recklinghausen unbedingt am nächsten Tag ankommen muss, es aber schon 19 Uhr ist? „Dann muss man zum Briefzentrum in Essen-Vogelheim fahren und kann ihn da abgeben. Das geht auch bis vier Uhr morgens noch.“ Das Briefzentrum liegt an der Daniel-Eckhardt-Straße. Wäre der Postkasten am Duisburger Hauptbahnhof eine Alternative? Die letzte Leerung ist dort um 23.45 Uhr. Das Problem: Dort ist ein anderer Postleitzahlenbezirk.
Für Gerd Freese ändern die Erklärungen des Pressesprechers nichts an seiner Kritik: „18.15 Uhr, das ist absolutes Provinz-Niveau.“
Wo der nächst gelegene Briefkasten ist und welche Leerungszeiten er hat, kann jeder im Internet feststellen. Die Adresse lautet www.postfinder.de
18:18
Das ist peinlich! Alles will ich nicht per Email schicken. Wenn die Post sich wie ein Monopolist benimmt, kann hier vielleicht Konkurrenz den Service wieder verbessen.
20:57
Ach dann kommen die bestimmt mit ner Brieftaubensteuer und eine für den Luftweg
Und statt Kerosin, eine Brieftauben-Futter-Steuer....
09:16
Demnächst wird wieder die Brieftaube eingeführt...
14:34
So ist das mit der Privatisierung, alles muß sich rechnen.
12:43
... oder die Post entleert Briefkästen erst, wenn man dort anruft, weil ein Briefkasten in einem geschäftslosen Wohngebiet mind. zwei Tage bis zum Rand voll ist. Auffallend hierbei war, dass ich einen eigenen Brief vom Vortag wiederentdeckte.
Die Postlaufzeit im PLZ-Bezirk 45 beträgt oft genug drei Tage bis 4 Wochen, ausgehend davon, dass die Poststempel das korrekte Eingangdatum im Verteilzentrum haben. Manchmal kommt die Post aber auch gar nicht an und keiner will es gewesen sein...
11:10
Oder aber Sie sind bereit dafür mehr zu bezahlen.
11:09
Einscannen und per eMail weg damit! Oder vom Faxrouter aus per Fax weg damit. So rächt man sich :)