Soziales Engagement von Anfang an

Styrum..  Zum 75-jährigen Bestehen der Frauenhilfe 1989 verfassten Pfarrer Schellberg und Christa Michel eine Festschrift, in der sie einen Teil der Historie aufschrieben. Die Anfänge nachzuzeichnen sei nicht einfach gewesen. „Wir haben alte Kirchenbücher durchsucht, aber es gab kaum Aufzeichnungen“, erinnert sich Michel. Aus Erzählungen älterer Damen rekonstruierten sie die Anfänge.

Ende des 19. Jahrhunderts wuchs mit der Industrie in den Städten auch die Not der Menschen. Frauen fingen an, sich in nachbarschaftlichen Vereinen zu engagieren, um sich gegenseitig zu helfen. Mit dem ersten Hilfsprediger, Pfarrer Wetzmüller, wurden die ersten „Frauen-Hülfen“ in Styrum gegründet. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren greift die Frauenhilfe oft tief in die Tasche, um zu helfen. Etwa für Mütter mit Babys oder bedürftige Konfirmanden. Von 1942-1963 finanzieren die Frauen zwei Kindergartenplätze, ab 1976 betreuen sie ein Patenkind der Kindernothilfe. „Bis zum Schluss haben wir immer gesammelt für verschiedene Projekte, z.B. die Blindenmission oder das Friedensdorf.“