Sondergipfel zur Schweinegrippe
11.08.2009 | 18:10 Uhr 2009-08-11T18:10:00+0200Die Sommerferien werden nicht verlängert. Das gab die Landesregierung bekannt. Aus Sicht des Mülheimer Virologen, Dr. Dieter Weber, eine sinnvolle Entscheidung. Derzeit sind in Mülheim 34 Personen mit Schweinegrippe registriert. Am Mittwoch findet ein Sondergipfel zum Schulbeginn statt.
Im Gesundheitsamt der Stadt wird die Entscheidung des Landes, den Schulstart wegen der Schweinegrippe nicht zu verschieben, begrüßt. „Ich hätte auch so votiert”, sagt der für Infektionsschutz zuständige Arzt im Gesundheitsamt, Dr. Dieter Weber. Da die Schweinegrippe auch in Mülheim nur punktuell auftrete, wäre eine Verlängerung der Ferien eine Überreaktion gewesen. Nur dort, wo sich die Schweinegrippe verstärkt bemerkbar macht, sollte eine vorübergehende Schließung einer Schule erfolgen, meint der Virologe. In Mülheim sind derzeit 34 Bürger gemeldet, die an der Infektion erkrankt sind. Überwiegend, so Weber, handele es sich dabei um jüngere Menschen.
Der Virologe rät allerdings allen Eltern, ihre Kinder selbst bei nur leichten fieberhaften Symptomen nicht zur Schule zu schicken und den Krankheitsverlauf zunächst abzuwarten, um eine mögliche Ansteckungsgefahr auszuschließen. Dies gelte auch für Lehrer und weiteres Schulpersonal.
Stadt will Hilfestellungen geben
Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld lädt am Mittwoch, 12. August, alle Schuldirektoren und pädagogischen Leiter der Kindergärten in die Stadthalle zu einer Art Sondergipfel in Sachen Schweinegrippe ein. Gemeinsam mit Vertretern des Gesundheitsamtes wird sie den Schulleitern und Kita-Beschäftigten einen Maßnahmen-Katalog mit auf den Weg geben, mit dessen Hilfe einer Verbreitung der Krankheit vorgebeugt werden soll. Die Empfehlungen sollen vor Ort umgesetzt werden. Die Stadt gibt dazu Hilfestellungen. Eine verbesserte Hygiene in den Schulen und Kindergärten gilt als Ziel. Eine Arbeitsgruppe hatte sich in den vergangenen Tagen intensiv mit der Vorbeugung beschäftigt.

17:28
1. Das Gesundheitsministerium hat bereits letzte Woche Dienstag eine Liste mit Verhaltensempfehlungen an alle Schulen des Landes verschickt. Welche zusätzlichen Tipps sollen denn bei diesem Gipfel den Schulleitern noch gegeben werden. Wissen wir Mülheimer etwas, was die Ärzte im Rest der Welt nicht wissen ?
2. Beispiel Düsseldorf: Anstatt zu gipfeln hat man dort zusätzliche Seifenspender und Papierhandtücher an alle Schulen ausgegeben. Eben: Handlen und nicht reden.
10:24
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09:26
Schweinegrippegipfel op Mölmsch Platt:
Se kumme bene-in, öm te bekalle, of se wat wege dä Färkeskrankhe-it maake ssölle.
08:38
@ nn
Brandschutz, welcher Brandschutz ? An unserer Schule gibt es kein Brandschutzkonzept und die Umsetzung eines solchen ist auch nicht geplant. Wahrscheinlich will man erst ein mal die die Schweinegrippe abwarten ... :-)
05:59
Ich bin jedenfalls froh, dass die Schulleiter auf diesem Wege erfahren, dass es ggf. die Schweinegrippe gibt und wie ihr zu begegnen ist: Seife benutzen, nicht umarmen, nicht küssen und nicht anhusten.
Denn woher sollte ein Schulleiter sonst solche profunden Kenntnisse bekommen als von seiner Schulaufsicht? Vielleicht kommt er ja auch erst am letzten Ferientag aus Mallorca zurück und weiß noch gar nichts von dem Problem.
Wenn dann auf dem Gipfel alles gut gelaufen ist, sollte man in einer zweiten Gipfelrunde die Leiter der großen Unternehmen, Betriebe und Behörden zum Schweinegrippengipfel einladen.
22:57
Es gibt einfach andere Wege der Kommunikation, die stehen zur Verfügung. Die Leiter der Schulen und Kindereinrichtungen sind in der Lage Vorgaben dann auch umzusetzen. Die Zeit hätte man dafür verwenden können. Punkt….. Eventuell schon angesteckte Personen würden dann den Virus auch nicht an andere Leiter weitergeben. Risikominderung. Hauptsache man sieht sich und steht in der Zeitung, einfach lächerlich.
16:10
Viel interessanter wäre doch die Frage, wieviele Schulen wegen Stau bei den Renovierungsarbeiten (z.B. neue Bodenbeläge oder Veränderungen aufgrund der Brandschutzbestimmungen) nicht regulär nach den Ferien starten können!!??
16:09
#1
Was soll die OB den machen? Nur weil demnächst Wahl ist die Amtsgeschäfte liegen lassen? Es ist gut und vernünftig sich mit den Schulleitern zu treffen und zu beraten was zu tun ist, falls jemand infiziert aus den Ferien kommt.
Nicht alles, was in diesen Tagen passiert, hat mit Wahlkampf zu tun. Aber Leuten wie Ihnen kann man es wahrscheinlich nicht recht machen. Würde Frau Mühlenfeld nichts machen, hätten sie wohl auch dazu die (un)passenden Kommentare.
14:17
Es gibt email, Fax und Telefon. Diese Zusammenkunft ist doch aus epidemiologischer Sicht zumindest suboptimal vielleicht sogar fahrlässig. Da werden die Viren dann gleich auf alle Schulen verteilt.
14:07
Sondergipfel - klingt irgendwie toll und wichtig. Hoffentlich lassen sich die Viren davon auch beeindrucken.