Sicherheit für Kinder und Eltern

Die Dümptener Route ist laut Polizeihauptkommissar Hans-Joachim Ruhl eine der längsten der Stadt. Für Prüfungsstrecken gilt: keine Hauptstraßen. „Aber ein paar Autos sollten da schon fahren.“ Immerhin sollen alltägliche Situationen eingeübt und bewältigt werden, damit „die Kinder Sicherheit gewinnen“. Das ist laut Hans-Joachim Ruhl zentrales Ziel der Fahrradprüfung.

Sicherheit gibt diese auch den Eltern, und die Gewissheit: Wenn ihre Kinder in die fünfte Klasse wechseln, können sie sicher zur neuen Schule mit dem Rad fahren. Vorher sind Schulwege auf zwei Rädern in Mülheim die Ausnahme, obwohl es rechtlich im Ermessen der Eltern liegt, ob sie ihre Kinder alleine losschicken. „Ich verstehe, dass man heute schlechter loslässt, auch wegen des Verkehrs“, sagt Ruhl, doch dieser Lernprozess sei wichtig.

Zoran Jovanovic sieht aber einen positiven Trend. Seit 15 Jahren arbeitet er in der Jugendverkehrsschule des Ordnungsamts, geht ab der zweiten Klasse in Grundschulen, um den Kindern zu zeigen, wie sie auf zwei Rädern im Verkehr unterwegs sind. Er ist überzeugt: „Die Kinder fahren in Mülheim heute mehr Rad als früher.“ Das gelte quer durch alle Stadtteile. Unterschiede macht er links und rechts der Ruhr nur beim Radtyp aus. „Dabei muss das Rad nicht teuer sein“, sagt Polizeisprecher Marco Ueberbach, „nur verkehrstüchtig.“