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„Shared Space“ auf dem Kirchenhügel

08.10.2012 | 20:00 Uhr
„Shared Space“ auf dem Kirchenhügel
Für kalkulierte 773.000 Euro soll das Straßenstück zum so genannten „Shared Space“, zum von allen Verkehrsteilnehmern gemeinsam genutzten und verkehrsberuhigten Raum werden.Foto: Christoph Wojtyczka

Mülheim. Der geteilte Raum in der Altstadt wird erweitert. Der Rat der Stadt beschloss in der letzten Woche in seiner Sitzung mehrheitlich – bei fünf Gegenstimmen aus der FDP und einer aus den MBI – die bauliche Umgestaltung der Althofstraße zwischen der Kettwiger Straße und der Kaiserstraße.

Für kalkulierte 773.000 Euro soll das Straßenstück zum so genannten „Shared Space“ , zum von allen Verkehrsteilnehmern gemeinsam genutzten und verkehrsberuhigten Raum werden.

Von allen gemeinsam genutzt

Nachdem der Muhrenkamp als Zugang zur Altstadt bereits umgestaltet wurde, soll im Frühjahr nun der Kirchenhügel folgen. Dabei sieht die im Rat beschlossene Gestaltung vier Bereiche vor. Der erste befindet sich unterhalb der Petrikirche: Mit dunklem Naturstein soll die Pflasterung der Kettwiger Straße fortgesetzt und so die historische Bedeutung des einstigen Marktplatzes in der Altstadt hervorgehoben werden.

Zwischen dem Jugendheim und dem Katholischen Stadthaus liegt der zweite Bereich, der sich gestalterisch vom ersten deutlich unterscheiden soll: Dort wird der Stein der Sorte „Poetsch Satinoa nero“ verlegt, der bereits im Muhrenkamp verbaut wurde.

Vor der Diakonie und dem Katholischen Stadthaus werden Längsparkstreifen angeordnet, 20 weitere Parkplätze entstehen vor dem katholischen Jugendheim. Letztlich seien dies, betont Tiefbauamtsleiter Klaus-Dieter Kerlisch, „nur unwesentlich weniger“ Stellplätze als aktuell.

  1. Seite 1: „Shared Space“ auf dem Kirchenhügel
    Seite 2: „Wir werden das Gestrüpp aufräumen“

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Kommentare
09.10.2012
23:41
Mich würde an dieser Stelle mal interessieren,
von lospolloshermanos | #8

was das Gesamtbild werden soll. Wieder wird ohne Not bestehende Infrastruktur abgerissen. An vielen Stellen in MH fragt man sich, was das Gesamtkonzept sein soll.

Der Ruhrtunnel war mal als Teil eines Ruhrgebietsweiten U-Bahn-Netzes geplant. Nur hat die Zeit bzw. fehlendes Geld diese Pläne begraben. Die Folgen kann man z.B. in dem Projekt "Emmericher Str." sehen.

Hier sind Stadt- und Verkehrsplaner am Werk, denen hochtrabende Projekte und Selbstverwirklichung und -darstellung über eine funktionierende Stadt gehen. Neben ihren unwissenden aber willfährigen Unterstützern aus der Politik und der beteiligten Wirtschaft.

Wichtig ist nur, daß MH alles hat. Von allem ein bißchen, damit sich niemand wirklich beschweren kann. Falls mal etwas passiert hat man einen Stadtsprecher und mindestens zwei Pressesprecher, die mit gekonnter (gelernter?) Phrasendrescherei Beschwichtigungen, halbherzige Entschuldigungen oder einen komplett anderen Sachverhalt kommunizieren.

09.10.2012
15:49
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Name von Moderation entfernt | #7

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09.10.2012
11:31
„Shared Space“ auf dem Kirchenhügel
von Schorek | #6

Konzept gut - Umbauten unnötig.

Shared Space ist ein tolles Konzept. Allerdings ist fraglich, ob dazu teure Umbauten gemacht werden müssen. Rechtlich ist "echter" Shared Space zwar nicht ohne Umbauten zu erreichen. Ein Ausweisen des Bereiches als "Zone 10" erzielt jedoch beinahe die gleiche Wirkung für einen winzigen Bruchteil der Kosten.

Liebe Mülheimer, achtet darauf, daß die Pflasterung mit ortsüblichem Blaubasalt oder Grauwacke als Kleinpflaster ausgeführt wird. Allzu oft werden diese sündhaft teuren, schön glatt gefahrenen Pflastersteine bei einer Neupflasterung entfernt und verschwinden auf Nimmerwiedersehen auf den Grillterrassen von Personen, die "irgendwie" mit städtischen Bauvorhaben zu tun haben.

09.10.2012
10:32
„Shared Space“ auf dem Kirchenhügel
von Pase_Lacki | #5

Da sitzen nur noch Deppen in den Ausschüssen, Beschlusskammern und Planungsgruppen. Anders kann man es nicht mehr ausdrücken. Ich finde es zwar an der Heissener Kirche nicht gefährlich, es sieht aber sch**sse aus. Die Busse müssen über den Kreisverkehr fahren, weil sie sonst nicht rumkommen und warum die Bürgersteige nun geschätzte 5 m breit sind, weiss wohl auch keiner. es hätte gereicht, einfach die Ampeln abzumontieren und einen Zabrastreifen dorthin zu setzen und alles wäre gut gewesen, hätte sicherlich auch weniger gekostet.

Wozu aber nun am Kirchenhügel wieder Geld für NICHTS verplempert werden muss, kann uns vielleicht mal einer aus den zuständigen Gremien erklären.

09.10.2012
09:55
„Shared Space“ auf dem Kirchenhügel
von dirk7603 | #4

Wissen die in der Verwaltung überhaupt was sie tun??????

Es wird vom sparen geredet, da Mülheim Pleite ist. Es wird davon geredet Familien mit mehreren Kindern die Kitabeiträge zu erhöhen, womit man 730.000€ mehr Geld zur Verfügung hätte. Und dann stellen sich die Parteien und die Stadt hin und beschliessen eine Erweiterung des geteilten Raumes für die Altstadt?

Eigentlich müsste man den Verantworltichen mal richtig eins auf´s Maul hauen, denn bei solchen Meldungen wird man als Bürger aggressiv.

Mich beschleicht das Gefühl, dass das Geld für den geteilten Raum aus den zukünftigen KITA Mehreinnahmen kommt. Diese sind zwar noch nicht beschlossen, aber das Vorgehen würde mich nicht mehr wundern.

Die Stadt muss attraktiv gemacht werden, dies passiert aber nicht durch Steuer- und Gebührenerhöhungen für Privat- und Firmenhaushalte. Attraktivität schafft man auch nicht indem man tonnenweise Beton aufschüttet für wiedersinnige Projekte.

09.10.2012
09:29
„Shared Space“ auf dem Kirchenhügel
von Kartoffelklaus-MH | #3

Man kann in Mülheim halt nicht genug Geld für Schwachsinn ausgeben. Jetzt wird hier das weitergeführt, was bereits in Heißen verbrochen wurde. Die vorher schon unansehluche Kreuzung wurde nun endgültig verschwandelt. Aber immerhin: Als Fußgänger kann man nun dort einen besonderen Nervenkitzel genießen, ob der einem entgegen kommende Autofahrer das Konzept des "Shared Space" auch verstanden hat. Noch besser wird es eigentlich nur, wenn man einen Kinderwagen dabei hat. Danke, liebe Stadtverwaltung, für diesen Adrenalinkick.

09.10.2012
08:56
„Shared Space“ auf dem Kirchenhügel
von kweber | #2

Eine Pleite-Stadt, deren Strassen fast ausnahmslos in desolatem Zustand sind, zerstört einen völlig intakten Verkehrsraum und lässt diesen mit einem Kostenaufwand von knapp einer Million Euro neu anlegen. Verwaltung und Stadtrat stimmen diesem Irrsinn mit erdrückender Mehrheit zu. Dies zeigt doch eindrucksvoll, dass die zukünftige Fremdverwaltung a l l e r Ressorts die einzige für Mülheim mögliche Lösung ist

09.10.2012
00:05
„Shared Space“ auf dem Kirchenhügel
von Singvogel01 | #1

In Anbetracht der Tatsache, dass die Stadt gerade an der Milliardengrenze in Sachen Schulden kratzt, sind diese 773.000 Euro doch richtig gut investiertes Geld....
Sorry, aber muss denn ein solches Projekt, dass mit Sicherheit nicht zwingend notwendig durchzuführen ist, um die Verkehrssicherheit auf dem Kirchenhügel zu gewährleisten, denn wirklich durchgeprügelt werden, obwohl im Stadtsäckel absolute Flaute herrscht???

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