Seniorenbeirat such Nähe zur Jugend
02.08.2010 | 18:58 Uhr 2010-08-02T18:58:00+0200
Schaffen kann man es nur gemeinsam – Alt und Jung. Davon ist Paul Heidrich überzeugt. Das Mitglied des Seniorenbeirates der Stadt hat daher eine Idee und gleich einen Antrag gestellt: Die Kontaktaufnahme des Seniorenbeirates mit dem Jugendstadtrat.
Sollen ältere Menschen noch künstliche Hüftgelenke bekommen? Klagen Senioren bald gegen Kinderlärm? Sollten Kitas deshalb an den Stadtrand und Senioren in die Innenstädte ziehen? Heidrich stören diese alljährlichen Sommerloch-Debatten auf Bundesebene. Lokal sieht er die Konflikte eher nicht gegeben. Oder noch nicht. Die geplante Kontaktaufnahme soll schließlich solche gegenseitigen Attacken im Vorfeld verhindern. „Es geht um das notwendige Miteinander der Generationen in unserer Stadt“, sagt Heidrich.
Einige Fragen hat er sich schon überlegt: Darunter ganz konkret solche nach der Verantwortung und dem drohendem Schuldenberg für die kommenden Generationen. Wie kann der Zusammenhalt verbessert werden? Wie kann man sich gegenseitig unterstützen?
„Senioren können ehrenamtlich bei Schulaufgaben helfen, Jugendliche kümmern sich um die Alten etwa in Seniorenheimen“, schwebt Heidrich als Idee vor. Das solle aber nur ein Beispiel sein, der Senior will keine Themen vorgeben.
Für die nächste Sitzung des Seniorenbeirates am 8. Oktober will Paul Heidrich seinen Antrag als Tagesordnungspunkt aufnehmen. „Dann könnten wir Kontakt aufnehmen.“

08:02
@2: ... ist aber leider nicht so. Wer in der seltenen Großfamilie groß geworden ist, hat da auch keine Berührungsängste.
Die Kommunikation ist damals 68 zusammengebrochen, als die eigenen Eltern in Frage gestellt wurden, weil sie sich nicht mit der Vergangenheit auseinandersetzen wollten (und konnten), sowie als Folge der daraus resultierenden antiauthoritären Erziehung.
Heute sind die Enkel der Weltverbesserer von einst leider nicht mehr in der Lage Grenzen und Regeln einzuhalten, oder einfach nur (miteinander) eine sinnvolle soziale Struktur aufzubauen.
Da darf es nicht verwundern, wenn der Seniorenbeirat diesen Schritt wagt...
18:34
suchT mit T. oh man und das in der überschrift..
17:30
Abamalaehrlich Herr Heidrich,
wir reden in unserer Familie (Vater, Mutter, Onkel, Tanten, Kinder, Neffen, Nichten und deren Anhang) jede Stunde, jeden Tag miteinander.
Auch über die sozialen und politischen Probleme der Zeit!
Benötigt die Gesellschaft für diesen Dialog wirklich solche organisierten Gespräche auf Kosten der Steuerzahler?
11:21
Der Dialog zwischen den Generationen sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dass es dafür noch eines Antrages bedarf...
10:00
Eine gute Idee! Angesichts des stillschweigenden Generationenkonfliktes ist dieses einmal mehr eine gute Sache, Alt und Jung wieder zu einem vernüftigen Dialog zu führen.
Als Vertreter des Mittelalters geht mir das Gequengel von den Älteren an den Jüngeren und auch umgekehrt echt auf den Keks. Mehr als ein Vermittler kann ich zwar auch nicht sein, aber wenn beide Seiten mehr voneinander wissen, wie sie denken, sollte sich vielleicht etwas in unserer Gesellschaft entspannen.