Seelischer Beistand von Tante Barbara

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Mit Freude habe ich den Artikel „Sonnenbaden an Mülheims Strand“ gelesen. Als sogenanntes Nachkriegskind litt ich sehr an Bronchitis und durfte im Oktober 1958 sechs Wochen im Erholungsheim Keitum verbringen, leider nicht zur Sommerzeit. Wir mussten uns schon warm anziehen, aber die gute, reine Luft war ja viel wichtiger.

Die erste Zeit war geprägt von großem Heimweh, vom Aufenthalt auf der Krankenstation, aber auch von neuen Freundschaften und einer Person, die mir oft seelischen Beistand gab: Es war Tante Barbara! Diese Geschichte habe ich unter anderem durch Fotos und Tante Barbaras Eintragung in meinem Poesiealbum dokumentiert und bei einem Geschichtsprojekt der Mülheimer Zeitzeugen-Börse in einen Koffer der Erinnerung an die Kinderzeit gepackt.

Darum hat mich der Artikel über Keitum berührt, ich möchte Tante Barbara für die guten Erinnerungen nach so vielen Jahren danken. Ingeborg Franken, Selbeck
Ich war 1952 über Ostern für sechs Wochen im Kindererholungsheim auf Sylt. Aus welchem Grund, weiß ich nicht mehr genau. Vielleicht hing es damit zusammen, dass meine Mutter alleinerziehend war. Damals war ich zwölf Jahre alt, und es hat mir in Keitum gut gefallen. Ich erinnere mich an Osternester unter den Bäumen, das hatten sie für uns Kinder schön gemacht. Eklig war allerdings der Esslöffel Lebertran, den wir morgens nach dem Frühstück immer bekamen, ehe wir losgingen.

Als ich 14 war, sollte ich noch einmal nach Sylt, weil ich aber schon eine Lehrstelle hatte, habe ich es nicht mehr gemacht.

Erika Ihle, Broich