Schwungvoll in die neue Saison

Hausherrin und Konzertgeigerin Zsuzsa Debré (l.) spielte mit ihrem Ensemble De Pré im gemütlichen Ambiente der Villa an der Boverstraße auf.
Hausherrin und Konzertgeigerin Zsuzsa Debré (l.) spielte mit ihrem Ensemble De Pré im gemütlichen Ambiente der Villa an der Boverstraße auf.
Foto: Debré
Was wir bereits wissen
In der Villa an der Boverstraße in Mülheim zieht mit Hausmusik und Gästen neues Leben ein. „Villa Zsuzsa“ lädt am Freitag zum Tag der Offenen Tür ein.

Mülheim.. Die gute alte Tradition der Hausmusik haben Zsuzsa Debré und Erkki Alste in Mülheim wieder salonfähig gemacht. Vor eineinhalb Jahren haben die gebürtige ungarische Konzertgeigerin und der Opernagent aus Finnland, beide international unterwegs, die Villa der ehemaligen Brauereifamilie Mann an der Boverstraße erworben und schmuck hergerichtet. Seither erklingen dort Konzerte und Liederabende im Wohnzimmer-Saal mit Gründerzeit-Charme. Veranstaltungsreihen mit beliebten Melodien aus Klassik, Oper, Operette und Kammermusik erfüllte bislang das Haus. Verbunden mit auflockernden Aktionen wie der Casino-Abend, die kulinarische Kooperation mit dem portugiesischen Restaurant in der Nachbarschaft oder einem jungen Instrumentenbauer. Dazu kamen Weihnachts- und Neujahrskonzerte – sieben beschwingte Abende, darunter renommierte europäische Künstler, präsentierte das Ehepaar in der vergangenen Saison. Und die meisten „waren erstaunlich gut besucht“, freut sich Zsuzsa Debré.

Dazu wurde ein Förderverein, der derzeit rund 20 Mitglieder zählt, auf die Beine gestellt, der noch Verstärkung vertragen kann. „Der Verein ist jetzt offiziell als gemeinnütziger anerkannt“, so die Geigerin. Mit Hauskonzerten in Mülheim eine Nische zu beleben und mit einem neuen Kulturhaus bekannt zu werden – das braucht langen Atem. Das Engagement der vergangenen Zeit hat sich offenbar gelohnt: „Unser Traum“, sagt Debré, „wird langsam wahr“.

Tag der offenen Tür am 23. Januar

Beim Tag der Offenen Tür am Freitag, 23. Januar, sind alle Mülheimer willkommen. Die Besucher sollen erleben, wie in der „Villa Zsuzsa“ musiziert wird. Reichlich schwungvolles Programm gibt es ab 13 Uhr, u.a. Proben von Streichquartett, Kammermusik, Gesangs-, Geigen- und Klavierunterricht, ein Schülerkonzert um 17.15 Uhr, eine Videoshow (15 Uhr), eine Fotoausstellung sowie Führungen durch die Villa mit Erkki Alste.

Das Kulturprogramm in der „Villa Zsuzsa“ fürs Frühjahr mit sieben Terminen steht bereits: Passend zur Karnevalszeit greift Pfarrer Detlev Prößdorf am 21. Februar in die Tasten und trifft mit seinem Klavierkabarett „Sternklare Zahnschmerzen“ den Nerv der Gesellschaft. Den richtigen Ton trifft Errki Alste am 25. April, wenn der Opernsänger und Geiger bei seinem Geburtstagskonzert mit guten Freunden auftritt, die teils von weither aus seiner Heimat Finnland anreisen. Die Antwort auf eine ausgelassene Geburtstagssause kann nur das „Kaffeekonzert“ am 22. März sein, wobei das Trio um Zsuzsa Debré dann Rubinstein, Mendelssohn und Tschaikowski spielt.