Schwieriger Weg zum ersehnten Kuscheltier

Rosenmontag, es ist Vormittag, Mutti schaut mit ihrer Tochter den Karnevalsumzug aus Köln im TV. [...] Die Narren halten ihre Hüte, Beutel usw. dem Wagen entgegen und sie werden mit Freude von den Karnevalisten auf den schön verzierten Autos gefüllt. Es werden Handküsschen zugeworfen, alle sind fröhlich und lustig. Die Tochter schaut voller Spannung zu und wünscht sich später am Zug in ihrer Stadt, in Mülheim, ein Kuscheltier zu fangen. Schließlich hat sie es zuvor im Fernsehen so gesehen.

Der Zoch in Mülheim kütt. [...] Von einigen Fahrzeugen wird gar nichts geworfen und schon gar keine Kuscheltiere. Die Tochter ist traurig, denn im Fernsehen war das doch irgendwie anders?! Da, ein Wagen nähert sich, Mutter sieht einen schönen kuscheligen Bären beim Wurfmaterial liegen. Mutter hält ihren Hut hin und will ihrer Tochter den Wunsch vom Kuscheltier erfüllen. Mutti fragt, ob sie das Kuscheltier für ihre Tochter haben kann und wartet voller Hoffnung auf den Wurf in ihren Hut. „NEIN“! Grimmige, genervte Antwort schallt ihr entgegen. [...] Mutti wird klar, hier ist heute kein Kuscheltier zu fangen! Doch was fliegt denn da knapp an ihrer Nase vorbei. Es ist ein weißer, flauschiger Eisbär. Mutti streckt ihren Arm aus, will zugreifen und…die Hand der Nachbarin war schneller. Das junge Mädchen, das den Eisbären gefangen hat, schenkt ihn Muttis Tochter. Das fanden beide mehr als nett und bedanken sich sehr für diese nette Geste!