Schwarze Wetterpädagogik

Ich weiß: Meteorologen müssen während ihres Studiums keine Pädagogik-Seminare besuchen. Sollten sie aber. Denn ich finde, so wie sich dieser Niklas im Moment verhält, das geht nun wirklich nicht. Und das nicht einfach durchgehen zu lassen, ist eben einfach eine Frage der Erziehung. Hier ist eine harte Hand gefragt.

Es ist doch klar, warum sich Niklas so stürmisch gebärdet. Er will unsere Aufmerksamkeit. Das war auch schon beim Zappel-Philipp so. Diese Strategie ist doch wirklich ziemlich leicht zu durschauen. Und deswegen gilt für mich ganz klar: Alle reden vom Wetter, ich nicht.

Ich kann mir richtig vorstellen, dass sich dieser Luftikus wie in höheren Sphären fühlt, wenn er von seinem siebten Himmel aus beobachten kann, wie alle Welt darüber wettert, was er hier angerichtet hat. Doch diese Genugtuung gebe ich Niklas nicht. Zumal ich es eine wirkliche Zumutung finde, dass er uns sogar mit seinen Winden belästigt. Hat er denn gar keine Kinderstube?

Aber wer hat die ausreichende Autorität, dem windigen Bürschen mal Benimm beizubringen? Petrus? Vermutlich mittlerweile zu alt. Es hilft wahrscheinlich nur noch Niklas’ Namensvetter, der Bischof aus Myra. Dann trifft Rute auf Windhose. Das sind die Argumente, die Niklas versteht.