Schöner wohnen im Uhlenhorst
12.02.2010 | 09:25 Uhr 2010-02-12T09:25:00+0100
Mülheim. „Sobald wir einen Bauvorbescheid bekommen haben, werden wir einen Bauantrag stellen. Das Ziel, auf dem Gelände betreutes Wohnen anzubieten, haben wir weiterhin fest im Blick“, sagt Werner Becker, Eigentümer der Residenz Uhlenhorst, ehemals Evangelische Akademie.
Nachdem der Rat Mitte Dezember, sein Plazet für die landschaftsrechtliche Befreiung für das Projekt „Haus Küchen“ gegeben hat, ist er optimistisch, dass auch der Planungsausschuss Anfang März sein Okay gibt.
Im hinteren Bereich des weitläufigen Geländes soll neben einem Haus, in dem dann entweder ambulante oder stationäre Pflegeplätze für Senioren angeboten werden, auch zusätzlicher Wohnraum für Mitarbeiter errichtet werden. „Wir sind aber nicht diejenigen, die das Haus dann auch betreiben. Dafür werden wir, sobald es geht, mit passenden Institutionen verhandeln“, sagt Becker. Neben ortsnahen Partnern hat er auch die Bergische Diakonie, mit der man bereits vor einigen Jahren Kontakt hatte, im Blick. „Ob dann ambulante oder stationäre Pflege angeboten wird, hängt dann letztlich vom Betreiber ab.“ Zusätzliche Wohnungen für Mitarbeiter seien erforderlich, weil das Gelände mit dem Personennahverkehr nur schlecht zu erreichen ist. Das geplante Altenheim hängt wirtschaftlich eng mit der Residenz Uhlenhorst zusammen. So würde deren Küche auch die Versorgung der Heimbewohner übernehmen.
Was die derzeitige Nutzung der Residenz betrifft, ist Becker sehr zufrieden. Sie werde viel für Tagungen gebucht. Was die Nachfrage betrifft, in der dortigen Kapelle zu heiraten und/oder im Hauptgebäude zu feiern, ist der Eigentümer sogar besonders glücklich: zahlreiche Wochenendtermine seien bereits vergeben. Nach einer allgemein schwierigen Situation im vergangenen Jahr setzt er darauf, dass auch die Übernachtungsbuchungen bald wieder ansteigen. „Das Restaurantgeschäft allerdings lässt noch zu wünschen übrig. Da setzen wir aber auf Mundpropaganda.“ Nachdem es vor einigen Jahren, als die Akademie verkauft wurde, Probleme gegeben habe, laufe das Projekt „Haus Küchen“ mittlerweile rund - „Wir hatten einen Wechsel in unserer Geschäftsführung“ - gut. Das beziehe sich auch ausdrücklich auf die Stadt.

15:28
Altenheime, Altenpflegeheime, betreutes Wohnen und altersgerechtes Wohnen gehören nicht in die Pampam sondern in die Innenstadtnähe mit Verkehrsanbindung und Einkaufsmöglichkeiten. Leider sind hier immer Planer am Werk, denen es egal ist, ob und wie die Betroffenen und Betreuten hin und auch wieder mal weg kommen. Der Ruhrgarten ist ja auch landschaftlich schön. Nur ist man da im Alter und ohne Auto begraben.
10:23
Selbst als abgesicherter Bürger kommt man nicht so einfach in ein Heim. Die Stadt hat Angst, dass Sie bei eventueller Bedürftigkeit für die Kosten aufkommen muss. Auch wenn man einen Finanzierungsplan vorlegen kann wird man nicht automatisch einen Heimplatz bekommen. Folge immer mehr Heime haben in Zukunft mit Leerstand zu kämpfen.
08:57
Mülheim gibt immer mehr Landschaft auf. Zu Kirchenzeiten war dies ein öffentlich zugänglicher Park mit Reh-und Wilschweingehege, ein kleiner Witthausbusch. Das Seniorenheim wird doch nur eins für Reiche. Welche Parteien haben für die Aufhebung des Landschaftsschutzes gestimmt ?
08:45
Na prima, wieder ein Altersheim mehr in der apathischen Stadt an der Ruhr !
Statt sich in der nächsten Planungsausschusssitzung Gedanken um die Ausweisung neuer Gewerbeflächen (Flughafen) zumachen, sollte man lieber neue Friedhofsflächen ausweisen. Da gibt es zukünftig mehr Bedarf.