Schöner, neuer Bahnhof

Beim Spatenstich zur Sanierung des Bahnhofs in Mülheim-Styrum dabei: v.l.: Martin Husmann (VRR Vorstand), Margarete Wietelmann (Bürgermeisterin), Arno Klare (MdB), Michael Groschek und Stephan Boleslawsky (DB Netze).
Beim Spatenstich zur Sanierung des Bahnhofs in Mülheim-Styrum dabei: v.l.: Martin Husmann (VRR Vorstand), Margarete Wietelmann (Bürgermeisterin), Arno Klare (MdB), Michael Groschek und Stephan Boleslawsky (DB Netze).
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Gearbeitet wird schon seit April am Bahnhof Styrum: Jetzt erfolgte der offizielle Umbau-Start durch NRW-Verkehrsminister Michael Groscheck. Der Bahnhof soll mehr Aufenthaltsqualität bekommen.

Ein Ort, an dem man sich wohlfühlen soll: Am Bahnhof Styrum wird gebaut. „Die Bahnkunden sollen sich wie Gäste fühlen, die willkommen sind. Leider sind Bahnsteige oft das Gegenteil von einer Visitenkarte“, erklärte NRW-Verkehrsminister Michael Grosckek (SPD) beim symbolischen Spatenstich. Deswegen hat das Land mit der Bahn und dem VRR die „Modernisierungsoffensive“ (MOF 2) gestartet, um 117 kleine und mittlere Bahnhöfe zu sanieren. Styrum ist bereits Nummer 85. Auch wenn nun erst der offizielle Baubeginn war, gearbeitet wird schon seit dem Frühjahr. Im ersten Vierteljahr 2016 soll der Umbau fertig sein.

Die Gesamtkosten liegen bei rund 3,3 Millionen Euro. Davon werden etwa 2,2 Millionen von der Bahn und 1,1 Millionen Euro vom Land übernommen. Zusätzlich konnten Fördergelder eingeworben werden, 123 500 Euro bei den Planungs-, und 983 500 Euro bei den Baukosten. Insgesamt hat das Land 120 Millionen in das Modernisierungsprojekt gesteckt. Von der Bahn kamen 17 Millionen. Auch an den anderen Stationen sollen Umbauarbeiten durchgeführt werden. Am Hauptbahnhof starten sie im August, für den West-Bahnhof gibt es noch keinen Termin.

Groschek nutzte die Gelegenheit, die Bedeutung der Bahn für Nordrhein-Westfalen hervorzuheben. „Wir sind das Bahn-Land Nummer 1. “ Von Zeit zu Zeit aufkommende Forderungen, die Bahn müsse ihres Monopols beraubt werden, wies er scharf als Gerede zurück. „Wir brauchen die Deutsche Bahn. Nur sie stellt die Ausbildung von Fachpersonal sicher, das wird dringend brauchen. NRW ist nämlich die Logistik-Drehscheibe.“

Der Bahn und dem VRR dankte Groschek ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit und gab bekannt, dass er mit Bahnvorstandschef Grube im Herbst zu einem „großen Bahninfrastruktur-Gipfel“ einladen werde. Die Baumaßnahme wertete Groschek auch als Zeichen dafür, „dass die öffentliche Hand erfolgreich Bauprojekte durchführen kann. Mich freut das. Ich habe über dem Sofa ein Bild vom ,röhrenden Bagger’ hängen.“

Im Rahmen des Umbaus soll der Bahnhof vor allem für behinderte Menschen zugänglicher werden: Die Mittelbahnsteige erhalten an den Gleisen 2/3 und 4/5 neue Bodenbeläge und taktile Leitsysteme für Sehbehinderte. Darüber hinaus werden die Bahnsteigdächer modernisiert und die Bahnsteige erhalten eine neue Ausstattung in Form von Sitzmöglichkeiten, Vitrinen oder Abfallbehältern. Ebenfalls erneuert werden die Wegeleitsysteme und die Beleuchtung.