Schönen Blick verbaut

Noch ist das Haus nicht fertig und man sollte vielleicht abwarten, bevor man ein Urteil fällt. Schon jetzt ist für den Fußgänger, der von der Kettwiger Straße oder dem Hagdorn aus auf die Petrikirche zuläuft, ersichtlich, dass der schöne Blick auf das ansehnliche Gotteshaus zugebaut wird.

Das ist schade, denn so viele hübsche Ecken gibt es in der Innenstadt sonst ja nicht. Was früher offen und luftig war, wirkt jetzt gedrängt. Dass man sich an historischen Vorbildern orientiert, ist lobenswert. Aber nicht alles, was mal war, muss ja auch gut gewesen sein. Der neue Innenhof liegt versteckt und eine Außengastronomie gab es vor Ort ja auch schon.

Der Stifter schenkt der Gemeinde mit dem Haus einen wichtigen Ort für die Gemeindearbeit und für die Singschule. Aber musste es unbedingt hier entstehen? Gab es nicht andere Standorte, an denen man hätte bauen können? Etwa dort, wo Grundstücke bzw. Immobilien der Gemeinde aufgegeben oder vermietet werden/wurden?