Schöne und gefährliche Radwege

Fast 250 Menschen wurden im Rahmen der WAZ-Verkehrsumfrage 2015 in Mülheim zum Thema Fahrrad fahren befragt. In der gestrigen Ausgabe wurden bereits die ersten Auswertungen vorgestellt. Nun folgt der zweite Teil, in dem es sich um den schönsten Radweg und um die gefährlichste Stelle für Radfahrer dreht.

Was ist für Sie der schönste Radweg in Mülheim? Auf diese Frage gab es eine eindeutige Antwort: der Leinpfad. 118 Radfahrer lieben den Weg entlang der Ruhr, der vom Wasserbahnhof aus bis hin nach Essen-Kettwig ein Paradies für Zweirad-Fans ist. Generell ist das Radeln an der Ruhr und in den Ruhrauen mit 180 Stimmen sehr populär. Das Müga-Gelände wird noch von 16 Leuten als schönster Radweg angesehen, während der Fossilienweg in Saarn immerhin 10 Radler von seinem Potenzial überzeugt hat. Kritik gibt es aber trotz der positiven Stimmen zu hören.

Gefährliche Stellen für Radler

Der Leinpfad wird immerhin von zwei Befragten als gefährlichste Stelle für Radfahrer genannt – wegen des hohen Menschenaufkommens an Tagen mit gutem Wetter. Die Radfahrer und Fußgänger kommen sich in die Quere, was zu gegenseitigen Behinderungen führt. Eine noch harschere Kritik bekamen die Bereiche in der Innenstadt ab. Bürger halten das Gebiet Stadtmitte für den gefährlichsten Ort für Fahrradfahrer. Vor allem die Kreuzung der Leineweberstraße und der Friedrich Ebert-Straße ist bei vielen unbeliebt. Die Eppinghoferstraße wird von 13 auch als kritisches Gebiet eingestuft. Dicht dahinter folgt die Aktienstraße mit 12 Teilnehmerstimmen. Immerhin haben 9 geantwortet, dass sie keine gefährliche Stelle für Radfahrer in Mülheim kennen würden. Die restlichen Meinungen gehen weit auseinander, aber umfassen Orte in der ganzen Stadt, an denen sich Radfahrer in Acht nehmen sollten. Festzuhalten bleibt, dass in Mülheim einige schöne Fahrradwege zu finden sind, man sich aber jederzeit der Gefahren bewusst sein sollte.