Sanierung des Tierheims geht weiter

Raadt..  Die Sanierungsarbeiten am städtischen Tierheim an der Horbeckstraße gehen weiter. Endlich, wie Tierheimleiterin Marion Niederdorf sagt. Denn vorgesehen war eigentlich, mit dem zweiten Bauabschnitt zur Sanierung des Hundetraktes bereits im Herbst vergangenen Jahres zu starten.

„Wir mussten noch auf die Freigabe von Landesmitteln warten, die wir für die Finanzierung der Bauarbeiten brauchen“, berichtet die Tierheimleiterin. Jetzt aber schaufelt der Bagger wieder Erdreich aus, ein Bauarbeiter bricht mit einem Abrisshammer das alte Fundament los. Dort, wo ein alter Vorratsschuppen stand, werden zwei Großraum-Zwinger mit jeweils ca. 20 Quadratmetern entstehen; auch die Hundeunterkünfte im innenliegenden Bereich sollen in diesem zweiten Bauabschnitt hergerichtet werden. Die Tierschützer betonen: Mit der Sanierung werden die gesetzlichen Bestimmungen zur artgerechten Haltung von Hunden in Tierheimen umgesetzt. Rund drei bis vier Monate setzen Architekten und Baufirma für die Sanierung an.

Im ersten Bauabschnitt, der im Sommer 2013 beendet worden war, waren die ersten sechs Hundezwinger saniert worden. Entstanden sind moderne Räume mit pflegeleichtem Bodenbelag, beheizbaren Liegeflächen, niedrigen Fenstern und großen Durchlässen zum Auslauf. Insgesamt wurden im ersten Bauabschnitt 288 000 Euro verbaut. Rund 47 Prozent der Kosten trug damals der Tierschutzverein Mülheim. Für die gesamte Maßnahme, die jetzt fortgesetzt wird, hat der Verein insgesamt 200 000 Euro – größtenteils aus einer Privatspende – bereitgestellt.

Im Gegenzug verpflichtete sich die Stadt im Jahr 2012, die restlichen Sanierungskosten in Höhe von 270 000 Euro zu übernehmen und das Tierheim für die kommenden zehn Jahre als städtische Einrichtung weiterzuführen.

Ist die Renovierung des Hundetraktes abgeschlossen, verfügt das Tierheim über insgesamt 16 Zwinger. „Das sind ein paar weniger als vorher. Vor dem Umbau konnten wir bis zu 25 Hunde unterbringen“, sagt Marion Niederdorf. Doch weil die neuen Zwinger größer sind als die alten, ist in der Summe Platz für weniger Hunde. „Wir brauchen heute aber größere Unterkünfte, weil immer größere Hunde ins Tierheim kommen“, sagt die Tierheim-Leiterin. Abgeschlossen ist die Renovierung des aus den 60er-Jahren stammenden Tierheims mit den Bauarbeiten am Hundetrakt längst nicht. Marion Niederdorf blickt in die Zukunft: „Es müssen noch die Freilaufflächen und der Quarantäne-Trakt saniert werden, auch die Katzenhäuser sind nicht mehr im besten Zustand.“