RWW und Stadt Mülheim zeichnen Schulprojekte aus

In dem Projekt „Jazz@School“ probten Profi-Musiker der WDR Bigband mit Schülern der Bigband des Otto-Pankok-Gymnasiums.
In dem Projekt „Jazz@School“ probten Profi-Musiker der WDR Bigband mit Schülern der Bigband des Otto-Pankok-Gymnasiums.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Kulturbetrieb und RWW prämieren drei Schulen mit dem Schulkulturpreis. Für diese bedeutet die Auszeichnung eine zusätzliche Förderung in Zeiten knapper Kassen.

Mülheim.. Im eng getakteten Schulalltag stehen Kultur-Projekte nicht immer an erster Stelle. Dabei stärken das Spielen in der Theater-AG oder das Singen im Schulchor nicht nur das Schulleben, sondern fördern auch die Identitätsbildung der Schüler. Daher zeichnen die Stadt und die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) in jedem Jahr drei Mülheimer Schulen mit dem Schulkulturpreis aus. Dieses Mal hat sich die Jury für die Freie Waldorfschule, die Willy-Brandt- und die Otto-Pankok-Schule entschieden.

Jeweils 1000 Euro haben die Schulen nun als Preisgeld zur Verfügung. „Das stecken wir natürlich wieder in unsere Kulturarbeit“, erklärt Ulrich Bender, stellvertretender Leiter der Otto-Pankok-Schule. Für das Projekt „Jazz@School“ bekam die Bigband der Schule den Preis in der Kategorie „Musik“. „Das freut uns sehr“, sagt Bender. Denn: Materialen für Kulturprojekte kosten Geld, das in Zeiten knapper öffentlicher Kassen immer weiter gekürzt wird.

Zusatzbudget gesichert

„Mit dieser Auszeichnung haben wir nun ein Zusatzbudget, dass es sonst nicht geben würde.“Die Bigband musiziert bereits seit vielen Jahren an der Otto-Pankok-Schule – dort spielen 30 Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 12 miteinander. Für das Projekt konnten sie die WDR-Bigband gewinnen, die ein gemeinsames Konzert mit den Schülern gab.

In der Kategorie „Theater“ wird die Waldorfschule für die Aufführung „Viel Lärm um Nichts in Chiozza“ ausgezeichnet. Dabei überzeugte die Jury die aufwendige Inszenierung mit großem Ensemble und „die Liebe zum Detail bei Kostümen und Bühnenbild“, heißt es in der Begründung. „Die Schulen teilen uns im Laufe des Jahres ihre Projekte mit“, erklärt Bettina Erbe vom Kulturbetrieb. „Eine eigene Jury bewertet dann in jeder Kategorie die Beiträge.“

Fotografische Selbstinszenierungen

In der dritten Kategorie „Bildende Kunst“ erklärte die Jury das Projekt „Inszenierte Fotografie“ der Willy-Brandt-Schule für preiswürdig. Ausgehend von den fotografischen Selbstinszenierungen Cindy Shermans haben die Schüler der Leistungskurse sich selbst fotografisch in Szene gesetzt. „In leisen, feinen oder lauten, direkten Tönen, je nach Motiv und Charakter des sich Inszenierenden, finden sich unterschiedlichste Anklänge in den Bildern wieder.“

Die prämierten Bilder sind im Schulgebäude zu besichtigen. Schulleiterin Ingrid Lürig freut sich über den Preis: „Mit dem Geld können wir Materialen wie Rahmen oder Bilderschienen bezahlen“, sagt sie. Denn Kunst zähle, genau wie „Darstellen und Gestalten“, zu den „verbrauchsstarken“, also kostenintensiven Fächern.