RWE richtet Laternen-Hotline für Mülheimer ein

Ein Mitarbeiter tauscht eine herkömmliche Natriumdampflampe aus. Mittlerweile werden defekte Lampen auf LED umgerüstet.
Ein Mitarbeiter tauscht eine herkömmliche Natriumdampflampe aus. Mittlerweile werden defekte Lampen auf LED umgerüstet.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Bürger sollen Ausfälle nun per Telefon oder E-Mail melden. LED-Umstellung schreitet nur allmählich voran: 400 von 14.000 Laternen in Mülheim leuchten mit Dioden.

Mülheim.. Im gesamten Stadtgebiet beleuchten über 14.000 Laternen Mülheims Straßen und Wege. Wenn es dunkel wird, springen die Lichtspender je nach Jahreszeit zu einer gewissen Uhrzeit automatisch an. 3500 von ihnen gehören der Stadt, der Rest wird vom Energie-Konzern RWE Deutschland unterhalten. Nicht immer funktioniert die Lichttechnik einwandfrei, ab und an steht eine Laterne im Dunkeln. RWE hat dafür nun eine neue Hotline eingerichtet, bei der Bürger Ausfälle melden sollen. Auch ein Internetformular steht dafür bereit.

Gerade in dunklen Ecken ruft der Ausfall einer Straßenlaterne ein unangenehmes Gefühl bei Fußgängern hervor. RWE bittet Bürger daher, Ausfälle gleich per Klick zu melden. Rückt der Techniker dann aus, rüstet er die defekte Laterne gleich um – auf LED. Die drei Buchstaben stehen für „licht-emittierende Diode“ und bedeuten vor allem eines: Geringer Energieverbrauch.

Doch die Umstellung schreitet eher langsam voran: Etwa 400 der insgesamt 14.000 Laternen leuchten in Mülheim mit den Dioden, der Rest noch mit herkömmlichen Natriumdampflampen. „70 bis 80 Prozent Strom sparen wir mit LED ein“, erklärt Sarah Schaffers, Sprecherin der RWE-Tochter Westnetz, die sich um die Instandhaltung der Straßenlaternen in Mülheim kümmert. Wie viel Geld auch am Ende damit eingespart wird, kann Schaffers jedoch nicht beziffern.

Beschaffenheit der Straße ist wichtig für die LED-Auswahl

Am Leinpfad oder an der Ruhrpromenade stehen bereits LED-Laternen, „überall dort, wo neu gebaut wird, rüsten wir auf LED um“, sagt Sarah Schaffers. Einen Zeitplan für die Umstellung gebe es jedoch nicht, ebenso wenig eine flächendeckende Umstellung nach Stadtteilen. „Das wird sukzessive umgesetzt.“ So beschränken sich RWE und Westnetz weiterhin darauf, einzelne Straßenlaternen im Bestand umzurüsten.

Bereits seit 2009 prüft Westnetz, welche Art von LED wo nötig und sinnvoll ist, ob sich eine Anschaffung also lohnt. Die Testphase ist abgeschlossen. An Hauptverkehrsstraßen und in Kreuzungsbereichen werden LED mittlerweile standardmäßig eingebaut, bestätigt Westnetz. Vereinzelt gibt es auch Kritik an der LED-Technik: Zu grell und zu kalt sei das Licht, finden manche Bürger. Sarah Schaffers erklärt: „Es gibt viele verschiedene Lichttöne, Leistungen und Einstellungen.“

Bei der Auswahl der Lichtart berücksichtigen die Techniker vor allem die Beschaffenheit der Straße: „Ist es eine 50er oder 30er Zone, wie ist die Größe und die Befahrbarkeit?“, zählt Sarah Schaffers auf. Generell werde ein warm-weißer Ton verwendet. Und: „Ist das Auto schwarz oder dunkelblau? Farben sind im LED-Licht generell besser zu erkennen.“