RWE-Aufsichtsrätin Mühlenfeld knackt die Millionen-Grenze
09.02.2012 | 18:43 Uhr 2012-02-09T18:43:00+0100
Mülheim.Nicht mehr lange, dann wird die Schallgrenze von 1 Mio Euro durchbrochen sein: So viel Geld hat die Tätigkeit von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld im Aufsichtsrat des Energiekonzerns RWE seit dem Jahr 2005 in die Stadtkasse gespült.
Möglicherweise wird der Betrag schon im Frühjahr erreicht sein, wenn RWE die Dividende und den Gewinn für das Jahr 2010 bekannt gibt. Davon hängt ab, wie viel die OB neben der Grundvergütung ihrer Aufsichtsratstätigkeit als erfolgsabhängige Zahlung erhalten wird.
Die WAZ hat sich von der Stadtkanzlei belegen lassen, wie die Aufsichtsratsvergütung von Dagmar Mühlenfeld in den Haushalt fließt. Dabei wurde deutlich, dass die OB ihre RWE-Tantiemen bis auf den ihr zustehenden Eigenanteil von 6000 Euro sofort an die Stadtkasse weiterleitet, obwohl sie es erst mit Zeitverzug tun müsste. Im Jahr 2010 landeten auf diese Weise rund 214.000 Euro auf dem entsprechenden Konto der Stadt. Insgesamt sind bis heute knapp mehr als 910.000 Euro aus Mühlenfelds Tätigkeit beim RWE für die Stadt Mülheim herausgesprungen. Ein lukratives Betätigungsfeld der OB zu Gunsten der Stadtkasse.
Auskunft wird in Kürze online gestellt
Seit 2005 veröffentlicht Dagmar Mühlenfeld ihre Nebeneinkünfte aus Aufsichtsräten, Ausschüssen und Beiräten auf der städtischen Internetseite, auch gibt es jährlich eine öffentliche Vorlage dazu für den Stadtrat. Entsprechendes Papier für das Jahr 2010 ist laut Stadtkanzlei in Arbeit und soll in Kürze online gestellt werden. Spätestens zum 31. März, so die Regelung, wird die Ratspolitik eine Aufstellung der Nebeneinkünfte bekommen.
Zurzeit findet sich auf der Stadtseite noch die Liste aus dem Jahr 2010. Demnach hat Mühlenfeld aus ihrer Gremienarbeit für die Medl, die Rhenag, die Ruhrbania Projektentwicklungsgesellschaft, die Flughafen-Gesellschaft, die Wirtschaftsförderung M&B, die städtische Beteiligungsholding und RWE 185 795 Euro erhalten. Laut Landesgesetzgebung darf sie davon 6000 Euro behalten. Den Rest führt Mühlenfeld nachweislich an den städtischen Haushalt ab. Nicht abführungspflichtig waren Mühlenfelds Nebeneinkünfte aus ihren Tätigkeiten in Verwaltungsrat und Risikoausschuss der Sparkasse (3410 Euro) sowie im Kontrollgremium des Mülheimer Wohnungsbaus (3360 Euro), aus dem sie Mitte 2011 mit dem Hinweis auf die Fülle ihrer Aufgaben ausgeschieden ist.

14:58
Ja, wo bleibt es denn das liebe Geld?
Sind die Strompreise deshalb so hoch?
Fragen über Fragen, wo sind die Antworten?
12:53
...voRWEg ein sacken...
12:10
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10:28
Mit 900000 Euronen könnte man allen 150 Kindern, die in Mülheim auf einen Therapieplatz warten, sofort die nötige Hilfe anbieten. Die Finanzierung wäre für zwei Jahre gesichert! Leider verweigert die Stadt vielen Kindern mit Behinderung die ihnen, lt. SGB VIII und XI, zustehende Hilfe.
Da wäre ich sogar bereit, wieder meinen Strom bei RWE zu beziehen...
22:15
„Mülheim.Das Jahr geht, mit dem Stromverbrauch bleibt aber der hohe Preis, den der ehemalige Versorger-Monopolist RWE von seinen Altkunden in Mülheim verlangt: Bei einem Wechsel zur Konkurrenz könnte etwa eine Mülheimer Musterfamilie mit 4000 Kilowattstunden (kWh) Jahresverbrauch bis zu einem Fünftel (gut 200 Euro) an Kosten sparen.“
Darum geht es also bei Frau Mühlenfelds Million: Monopole sozialdemokratisch sichern.
20:16
das ist ja wohl mal eine super Sache von Frau Mühlenfeld. Was ist das für ein Konto bei der Stadt und warum hat man in den ganzen Jahren noch nie etwas von dem Konto und den Ausgaben aus diesem Topf gehört. Hier könnte die Stadt und Frau Mühlenfeld viel Gutes für uns Bürger veranlassen :-) Wer weiß mehr?
19:34
Und ich habe gedacht, der Posten der/s OB als Verwaltungschef und als Represäntant Mülheims wäre ein Full-Time-Job.
Was macht denn ein Aufsichtsrat beim RWE? Nach welchem Erfolg in welchen Bereichen ergibt sich die Zahlung? Wieviel Zeit wird dort investiert?