RVR fordert bessere Abstimmung zum Mülheimer Radweg

Konzept wbp Landschaftsarchitekten für die Gestaltung Radweg Rheinische Bahn auf den Bahnbögen.
Konzept wbp Landschaftsarchitekten für die Gestaltung Radweg Rheinische Bahn auf den Bahnbögen.
Foto: wbp
Was wir bereits wissen
Der RVR vermisst Abstimmung zum Radweg. Trotzdem haben sich Mülheims Planer für ihren favorisierten Entwurf den politischen Segen geholt.

Mülheim.. Der Regionalverband Ruhr, der für die Stadt die Spendierhose anzieht und die Eigenmittel zur Finanzierung des Rad- und Gehweges auf der Hochpromenade der Rheinischen Bahn aufbringt, mahnt eine bessere Absprache zu dem Projekt an.

RVR-Planungsleiter Martin Tönnes widersprach gestern im Gespräch mit dieser Zeitung aber der Aussage von Mülheims Planungsdezernenten Peter Vermeulen am Dienstag im Planungsausschuss, er sei „mit der vorgelegten Planung nicht einverstanden“. Vielmehr, so Tönnes, habe er Vermeulen sein Bedauern ausgedrückt, dass es nach dem Gestaltungswettbewerb zur Hochpromenade keine Abstimmung auf höchster Planungsebene von Stadt und RVR, eventuell auch im Beisein des fördernden Ministeriums, gegeben habe.

Noch, so der RVR- Planungschef, kenne er die zwei Gestaltungsvarianten für die Hochpromenade nicht im Detail. Der RVR sei zwar in die Arbeitsphase involviert gewesen. Die Bewertung des Arbeitsergebnisses, der Entwürfe der zwei Landschaftsplaner, sei auf verantwortlicher Ebene aber nicht abgestimmt. Vermeulen habe ihm mittlerweile zugesichert, dies nachzuholen – bevor der Gestaltungsbeirat sich die Sache noch mal anschaut.

3,8 Meter breite Mischfläche

Tönnes stellte klar, dass der Radschnellweg zwar seine festen Qualitätskriterien habe (vier Meter Radspur und, davon getrennt, zwei Meter Fußgängerbereich). Doch sei klar, dass diese Kriterien an derart prominenter Stelle wie über den Bahnbögen in Mülheims Innenstadt aufzuweichen seien. Schließlich sei hier mit vielen Fußgängern zu rechnen. „Hier sind beide Belange zu berücksichtigen.“ Ein gutes Vorbild könne hier die Nordbahntrasse in Wuppertal sein.

Der RVR will noch mitreden, der Gestaltungsbeirat auch – doch die Politik hat am Dienstag auf Drängen von Vermeulen schon der Empfehlung des Planungsamtes die Gefolgschaft erklärt: Mit dem Entwurf der wbp Landschaftsarchitekten aus Bochum (wir berichteten) soll die Stadt in die weitere Planung gehen. Sie bevorteilt im Bereich der Hochpromenade Fußgänger, eine separate Radspur soll es nicht geben, dafür eine 3,8 Meter breite Mischfläche.