Ruhrtalradweg in Mülheim-Styrum soll attraktiver werden

Auf Oberhausener Gebiet wird der Ruhrtalradweg auf viel befahrenen Straßen geführt.
Auf Oberhausener Gebiet wird der Ruhrtalradweg auf viel befahrenen Straßen geführt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der RVR will das Ruhrgebiet noch mehr als Radreiseregion ausbilden. Geplant sind Verbesserungen am Ruhrtalradweg, konkret in Mülheim-Styrum.

Mülheim/Oberhausen.. Der Regionalverband Ruhr (RVR) verfolgt das Ziel, das Ruhrgebiet noch intensiver als attraktives Ziel für Radtouristen zu inszenieren. Dafür soll die Region 2018 vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) offiziell als Radreiseregion anerkannt werden. Bis dahin soll der Ruhrtalradweg zwischen Dortmund und Duisburg noch einmal deutlich an Freizeitwert gewinnen. So will der RVR etwa in eine neue Streckenführung zwischen Styrum und Oberhausen-Alstaden investieren.

Jenes Vorhaben, das mit Kosten in Höhe von 833.000 Euro belegt ist, hat schon einstimmig den Segen des RVR-Betriebsausschusses Ruhr Grün bekommen. Aufgreifen will der Regionalverband damit eine vor Jahren von der Stadt Oberhausen entwickelte Planungsidee, den Ruhrtalradweg zwischen Steinkampstraße in Styrum und dem nördlichen Ausläufer des Oberhausener Ruhrparks näher an die Ruhr zu bringen.

Aktuell verläuft der Weg über viel befahrene Straßen

Derzeit verläuft der Radweg in diesem Bereich wenig idyllisch östlich an Ruhrstadion und Ruhrpark vorbei. „Entlang der ausgewiesenen, viel befahrenen Stadtstraßen“, stellt der RVR fest, „bestehen gefahrenträchtige Einmündungs- und Kreuzungsbereiche, die immer wieder zu Verkehrsproblemen führen.“ Erst an der Straße „Am Ruhrufer“ mündet der Radweg wieder auf eine eigenständige Trasse.

Das soll sich möglichst bald, spätestens aber bis 2018 ändern, wie Projektleiter Heinz Jolk vom RVR-Betrieb Ruhr Grün am Montag ankündigte. Mit Start an einer vorhandenen Rampe an der Steinkampstraße in Styrum soll der Radweg künftig nicht mehr östlich am Ruhrstadion vorbeigeführt werden, sondern westlich in Richtung Ruhraue, um dort alsbald die Brücke der A 40 zu unterqueren. Weiter soll es gehen entlang des Deichfußes. Unter zwei Eisenbahnbrücken hindurch soll der neue, 1,1 Kilometer lange Streckenabschnitt auf der Deichkrone „Am Ruhrufer“ wieder den Anschluss finden an den heutigen Radweg.

Radweg soll drei Meter breit sein

Im Bereich des Ruhrparks sollen die Verbindungen des Gehweges auf der Deichkrone mit dem Vorland des Deiches erhalten bleiben. Sie sollen ebenso an den parallel laufenden neuen Radweg angebunden werden. Drei Meter breit soll dessen gebundene Fahrbahnoberfläche sein, eingebettet von einem schmalen Schotterstreifen. Die Ruhrwiesen sollen durch Weidezäune abgetrennt werden. Zugänge soll es aber geben, mittels kleiner Fußgängerpforten und Weidetore.

„Sicherer, attraktiver und näher am Fluss“ – Projektleiter Jolk ist sich sicher, dass die Investition lohnen wird.