Ruhrbischof ruft zur Solidarität auf

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat die Christen dazu aufgerufen, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. „Wo Menschen immer wieder Ungerechtigkeit erfahren und ihre Würde mit Füßen getreten wird, müssen Christen mit der Kraft ihres Glaubens und ihrer christlichen Überzeugung für sie eintreten“, sagte er in seiner Predigt bei der Kreuzwegandacht am Karfreitag, die wetterbedingt von der Halde in die Bottroper St. Cyriakus-Kirche verlegt wurde.

Gerade mit Blick auf das Zusammenleben mit Menschen anderer Religionen komme den Christen die wichtige Aufgabe zu, das Leben mitzugestalten. Das Revier sei nicht nur die Region von Kohle und Stahl, sondern auch die Region von sozialem Frieden und Solidarität. Diese Solidarität ließen sich die Menschen im Ruhrgebiet von niemanden ausreden: von keinem Extremisten, von keiner extremen politischen Randgruppe. Christen seien in einer pluralen Gesellschaft dazu aufgerufen, einen Glauben zu praktizieren, der nicht ausschließend wirke. Es gehe darum, aus der Kraft des Glaubens Ungerechtigkeiten zu bekämpfen, sagte Overbeck mit Blick auf die Situation Arbeitsloser, Bildungsverlierer, Älterer, Frauen mit geringen Renten. Er verwies dabei auch auf das Schicksal vieler Flüchtlinge.