Rotarier malen für guten Zweck

Vom Förderturm über Industrielandschaften bis hin zu Landmarken wie „Tiger & Turtle“ in Duisburg – die Bilder der Rotarier des Rotary Club (RC) Uhlenhorst waren so vielfältig wie das Ruhrgebiet selbst.

Der Präsident des RC Uhlenhorst, Peter Schnatmann, hatte zu Beginn seines Präsidentenjahres den Kunstwettbewerb „Ruhrie Art“ ins Leben gerufen. Die Mitglieder bekamen einen „Kulturbeutel“ an die Hand mit Materialien wie Leinwand, Kohlenstaub, Urgestein und Pigmenten. Bis Ende 2014 sollten die Mitglieder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und Bilder zum Thema Ruhrgebiet gestalten. Nun wurden die Ergebnisse in der Galerie an der Ruhr ausgestellt und kamen bei einer Versteigerung für den guten Zweck unter den Hammer.

„Die Idee zu dieser Aktion kam mir und meiner Frau, weil wir uns auf der einen Seite sehr für Kunst interessieren und auf der anderen Seite während Ruhr 2010 viele tolle Ecken des Ruhrgebiets kennengelernt haben“, sagt Architekt Peter Schnatmann. „Daher haben wir auch typische Materialien wie den Kohlenstaub in den Kulturbeutel zum Verarbeiten gepackt.“

Und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Bunte Landschaften zum Strukturwandel waren genauso vertreten, wie die eher düsteren Bilder wie etwa von Bergmännern und Zechen. Insgesamt 50 Werke sind entstanden, die Anfang des Jahres von einer Jury aus Mülheimer Künstlern begutachtet und prämiert wurden. Der erste Preis ging an Karl Spanke, der die Juroren mit seiner „Grubenlampe auf der Halde Rhein-Preußen in Moers“ überzeugte, dicht gefolgt von Melanie Bolks mit ihrer Collage „Wandel im Ruhrgebiet“.

„Es war schon eine Herausforderung mit den ungewöhnlichen Materialien zu arbeiten“, sagt Ruth Minzenbach, die in ihrem Bild die Schriftzüge an den Brücken der A 40 thematisierte. „Ich bin zwar keine Künstlerin, habe aber mein Bestes gegeben.“ Auch Umweltdezernent und Rotarier Peter Vermeulen beteiligte sich an der Aktion und präsentierte sein Bild „Der letzte Kumpel“. „Das Bild vom Bergmann ist ein Bild, was immer mehr untergeht, aber dennoch in den Köpfen der Menschen ist und wahrscheinlich auch immer bleiben wird, wenn man ans Ruhrgebiet denkt“, erklärt Vermeulen.

Dass das Ganze für den guten Zweck war, spornte die Rotarier an. Alle Bilder brachten bei der Versteigerung zwischen 50 und 250 Euro ein. Der Erlös kommt jeweils hälftig der Realschule an der Mellinghofer Straße und der angrenzenden Grundschule für den Kunstunterricht zugute.