Retter müssen viel lernen

Das Jugend-Einsatz-Team (JET) mit Dan Stenmans, Luca Grech, Maike Tesar, Gerrit Graffweg (Organisator), Finn Brose (Jugendleiter), Lara Ewert und Lea Goelzenleuchter (v.l.) auf der Ruhr.
Das Jugend-Einsatz-Team (JET) mit Dan Stenmans, Luca Grech, Maike Tesar, Gerrit Graffweg (Organisator), Finn Brose (Jugendleiter), Lara Ewert und Lea Goelzenleuchter (v.l.) auf der Ruhr.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Jugend-Einsatz-Team der DLRG in Mülheim bereitet sich auf den Dienst am und auf dem Wasser vor.

Mülheim.. Wie sieht das Wachrevier aus? Welche Knoten gibt es? Wie funktioniert das Funken? Wie rettet man einen Menschen, der ins Wasser gefallen ist und nicht schwimmen kann? Es gibt Ehrenämter, für die man richtig lernen muss, bevor man sie ausüben kann. Die Mitglieder des Jugend-Einsatz-Teams der DLRG Mülheim (kurz: „Jetis“) jedenfalls eignen sich unentwegt neue Kenntnisse an – um später einmal beim Wasserrettungsdienst aktiv werden zu können.

Zwölf Jetis gibt es zurzeit, sie sind 12 bis 16 Jahre alt und kommen regelmäßig samstags zum DLRG-Haus an der Ruhr. Die Jugendlichen besitzen alle bereits das Deutsche Rettungsschwimmer-Abzeichen in Bronze (oder sind gerade dabei, es zu machen), sie haben Spaß daran, zu erfahren, wie der Wachdienst der DLRG eigentlich abläuft.

Übungsstunden mit Theorie und Praxis

Die freiwilligen Übungsstunden umfassen Theorie und Praxis. „Man lernt zum Beispiel, welche Besonderheiten das Gewässer Ruhr aufweist, welche Umweltschutzbestimmungen es hier zu beachten gilt, aber auch, wie ein Boot funktioniert oder wie man die Rettungsgeräte bedient“, berichten Sabrina und Christin (beide 16), die einige Jahren bei den Jetis mitgemischt haben.

Neben der Ersten Hilfe oder der Revierkunde steht auch die Knotenkunde auf dem Programm. Dan (13) ist auf diesem Gebiet bereits fortgeschritten, er beherrscht unter anderem schon den Palstek, den Kreuzknoten oder den Achterknoten. Sein großer Traum: „Ich möchte mal ein Motorboot steuern und vorher den Bootsführerschein machen.“

Auch Lara (13), Lea (14) und Maike (12) „büffeln“ gerne am Wochenende unten an der Ruhr. Weil der Stoff interessant ist und weil sie es einfach gut finden, „mit anderen etwas zusammen zu machen“. Das Ziel für alle Jetis: der Einstieg in die Fachausbildung zum Wasserrettungsdienst. „Die darf man aber erst mit 16 beginnen“, erklärt Gerrit Graffweg, der zusammen mit anderen DLRG-Leuten die Jetis betreut. Neben dem Lernen ist aber auch Mithelfen gefragt – etwa bei der Vorbereitung des Wachdienstes. „Die Jugendlichen bauen beispielsweise unser Schlauchboot mit auf“, berichtet Graffweg. Sie unterstützen die Erwachsenen zudem bei Festen und Informationsveranstaltungen, bei denen die DLRG präsent ist – etwa „Voll die Ruhr“ oder der „Blaulichttag“.

Spannende Spiele

„Das Schöne an der Arbeit bei der DLRG ist die Verbindung von Sport und Ehrenamt“, findet Gerrit Graffweg. Seine Jetis schwimmen natürlich alle regelmäßig in Rettungsschwimmerkursen und wollen weitere Abzeichen erlangen – zum Beispiel auch das Schnorcheltauchabzeichen. Manchmal geht es beim Jugend-Einsatz-Team aber auch nicht so ernst zu, dann werden in oder am DLRG-Haus auch einfach nur spannende Spiele gespielt.