René Steinberg bittet zum Heimatabend nach Mülheim

René Steinberg will mit seinen Talkrunden im Ringlokschuppen besonders die Mülheimer ansprechen und Weltthemen aus lokaler Sicht beleuchten.
René Steinberg will mit seinen Talkrunden im Ringlokschuppen besonders die Mülheimer ansprechen und Weltthemen aus lokaler Sicht beleuchten.
Foto: Stadt Arnsberg
Was wir bereits wissen
Neues Format im Ringlokschuppen. Talkshow mit dem Mülheimer Kabarettisten, lokalen Gästen und Bands. Mit Veranstaltungen verschiedene Gruppen bedienen.

Mülheim.. Gute Kontakte in die Künstler-Szene und ein funktionierendes Netzwerk machen die spannende Mischung der Kulturgut-Reihe möglich. Seit vielen Jahren organisiert Claudia Saerbeck vom Ringlokschuppen das Programm mit Kabarett, Comedy und Konzerten im Kultur-Haus und in der Stadthalle.

Gibt’s was Neues im Programm?

Claudia Saerbeck: Wir haben ein neues Format entwickelt. Matthias Frense (Ringlokschuppen-Geschäftsführer) und ich haben uns überlegt, wie wir die Mülheimer Bevölkerung mehr einbeziehen können und haben eine Art Heimatabend erfunden. Zusammen mit René Steinberg, der ja aus Mülheim kommt. Unter dem Motto „Mülheim und Welt“ soll es darum gehen, welche Phänomene von Welt sich in Mülheim finden. Vom Großen ins Kleine. Als erstes soll es am 17. September um das Thema Flüchtlinge in Mülheim gehen. Dazu möchten wir gern den neuen Oberbürgermeister einladen. Es soll eine Talk-Runde mit bekannten Mülheimern werden, zu der René Steinberg einlädt. Lokale Bands sind auch dabei – also ein bunter „Heimatabend“.

Hat die Neuaufstellung des Ringlokschuppens Auswirkungen auf die Kulturgut-Reihe?

Saerbeck: Im Prinzip sind wir bei dem Konzept geblieben. Wir hatten im letzten Jahr eine Veränderung, indem wir wieder mehr Veranstaltungen ins Haus geholt haben und weniger in der Stadthalle gemacht haben. Wir bleiben bei rund 20 Veranstaltungen in der Stadthalle und machen im Ringlokschuppen bis zu 30 Veranstaltungen mit Kulturgut. Wir sprechen damit verschiedene Besuchergruppen an und bedienen verschiedenste Interessen.

Was ist die Idee dahinter?

Saerbeck: Der große Wunsch ist, dass wir Abende haben, wo in allen Räumen ganz unterschiedliche Dinge stattfinden. Wir hatten schon mal einen Abend mit einem Konzert, einem Tanztheater und einem ausverkauften Kabarett im Saal nebenan, und in der Kneipe fand Disco statt. Das ist eigentlich das, was wir wollen, und so richten wir uns konzeptionell jetzt aus.

Also befruchten sich die Veranstaltungen gegenseitig und das Haus wird mehr belebt. Wirkt sich das finanziell günstiger aus?

Saerbeck: Die kleineren Veranstaltungen hier sind natürlich günstiger als in der Stadthalle. Aber es geht auch darum, unserem Anspruch gerecht zu werden, das Haus zu füllen. Und es gibt eine Fluktuation: Die Leute fangen an, sich zu interessieren, was nebenan läuft, dann gucken sie auch mal, und man sieht den einen oder anderen in einer Theaterveranstaltung und umgekehrt. Ich finde es gut, das Konzept auszubauen.

Es ist ein Wunsch aus Politik und Bürgerschaft, dass sich das Haus mehr für Partys und Co. öffnet.

Saerbeck: Das machen wir ja auch schon so. Wir haben die Zusammenarbeit mit Funkhaus Europa, was die Partys angeht. Tanz in den Mai war ausverkauft und ein unheimlich schönes Fest. Silvester machen wir auch schon seit Jahren mit Funkhaus Europa zusammen. Also, diese größer gesetzten Feste und Feier-Formate noch auszubauen und weiter fortzuschreiben.

Wie ist der Stand bei Kulturgut?

Saerbeck: Es wird ein neuer Flyer für Herbst 2015 und Frühjahr 2016 herauskommen. Wir hatten sonst immer einen Jahres-Turnus, nun gibt es den Flyer nach Spielzeiten.

Was steht bis Jahresende noch an?

Saerbeck: Zum bereits geplanten Programm sind noch ein paar neue Veranstaltungen hinzugekommen. U.a. Bastian Pastewka mit seiner Lesung „Paul Temple und der Fall Gregory“ am 3. Dezember. Ich finde es super, dass das geklappt hat. Dann Vincent Pfäfflin, ein Newcomer, der durchgestartet ist. Er hat den RTL Comedy Grand Prix 2015 gewonnen und ist überall präsent. Bernd Stelter ist am 16. Dezember dazu gekommen. Wir hatten gehofft, dass Helge Schneider im Dezember spielt, aber das ist leider nicht so. Der Stelter-Termin ist einer, an dem Helge hätte spielen sollen.

Wie ist die Kulturgut-Saison bislang gelaufen?

Saerbeck: Gut, wobei wir im ersten Halbjahr aus terminlichen Gründen nur vier Veranstaltungen in der Stadthalle hatten, das häuft sich alles noch im Herbst. Bis Jahresende sind es noch 17 Veranstaltungen.