Regelmäßige Kurse meist ohne Väter

Familienbildung ist vorwiegend Müttersache – daran hat auch das Elterngeld bislang wenig geändert.

So sagt Rita Hövelmann, Leiterin der Katholischen Familienbildungsstätte Mülheim und Oberhausen: „Es ist schwierig, Väter für regelmäßige Termine zu gewinnen. Die Kurse sind sehr frauendominiert.“

Reiner Kraft, Leiter des 1990 gegründeten Mülheimer Vereins EwEs, beobachtet sogar eine „gewisse Rückorientierung der Männer“. Ihm sei aufgefallen, dass Väter in den neunziger Jahren noch wesentlich stärker vertreten waren, vor allem bei Abendveranstaltungen. „Elternzeit wird zwar genutzt, aber das heißt nicht unbedingt, dass die Leute zu unseren Kursen kommen. Väter sind beruflich viel stärker eingespannt als früher.“

Beide Anbieter haben daher spezielle Wochenend-Pekip-Kurse für Väter im Programm, die auch gerne gebucht werden. Gleiches gilt für das samstägliche Baby- und Kleinkinderschwimmen, an dem Väter rege teilnehmen. Reiner Kraft folgert daraus, dass Männer „ihre immer knappere freie Zeit durchaus nutzen, um mit ihren Kindern etwas Sinnvolles zu unternehmen“.